WM 2026: Fifa-Boss Infantino verteidigt Wucherpreise für Stadiontickets

Die Fifa gerät wegen der Ticketpreise für die WM 2026 in den USA, Mexiko und Kanada weiter unter Druck. Präsident Gianni Infantino hält die Kritik jedoch für verfehlt und verteidigt die aus seiner Sicht marktgerechte Preisgestaltung.

WASHINGTON, DC – 7. MÄRZ: Der Präsident der Fédération Internationale de Fußball Association (FIFA), Gianni Infantino, spricht neben US-Präsident Donald Trump, während dieser am 7. März 2025 im Oval Office des Weißen Hauses in Washington, DC, eine Durchführungsverordnung unterzeichnet. Präsident Trump unterzeichnete eine Durchführungsverordnung zur Einrichtung einer Task Force des Weißen Hauses für die Weltmeisterschaft 2026. Anna Moneymaker/Getty Bilds/AFP (Foto: Anna Moneymaker / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / Getty Bilds via AFP)
WASHINGTON, DC – 7. MÄRZ: Der Präsident der Fédération Internationale de Football Association (FIFA), Gianni Infantino, spricht neben US-Präsident Donald Trump, während dieser am 7. März 2025 im Oval Office des Weißen Hauses in Washington, DC, eine Durchführungsverordnung unterzeichnet. Präsident Trump unterzeichnete eine Durchführungsverordnung zur Einrichtung einer Task Force des Weißen Hauses für die Weltmeisterschaft 2026. Anna Moneymaker/Getty Images/AFP (Foto: Anna Moneymaker / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / Getty Images via AFP)

Infantino verweist auf den Markt in den USA

Bei der Milken Institute Global Conference in Beverly Hills machte der Fifa-Boss deutlich, warum er die hohen Tarife für richtig hält. „Wir müssen den Markt betrachten – wir befinden uns in dem Markt, in dem die Unterhaltungsbranche weltweit am weitesten entwickelt ist. Deshalb müssen wir Marktpreise anwenden“, sagte Infantino.

Besonders das Finale der WM sorgte zuletzt für Diskussionen. Während die teuerste Karte für das Endspiel 2022 in Katar laut Nennwert rund 1.600 Dollar kostete, lag der ursprüngliche Preis für das Finale des Turniers 2026 bei etwa 11.000 Dollar.

Verweis auf günstige Kontingente und Weiterverkauf

Infantino hob zugleich hervor, dass 25 Prozent der Tickets für die Gruppenphase für weniger als 300 Dollar angeboten worden seien. Zudem argumentierte er mit den Preisverhältnissen in den USA: „In den USA kann man sich kein College-Spiel ansehen – ganz zu schweigen von einem Profispiel auf einem bestimmten Niveau – für weniger als 300 Dollar. Und das ist die Weltmeisterschaft.“

Auch den Weiterverkaufsmarkt nahm der Schweizer in den Blick. „Wenn man also Tickets zu einem zu niedrigen Preis verkauft, werden diese Tickets zu einem viel höheren Preis weiterverkauft“, erklärte er. Und weiter: „Und tatsächlich landen die Tickets, obwohl manche Leute sagen, dass unsere Ticketpreise hoch sind, auf dem Weiterverkaufsmarkt zu einem noch höheren Preis, der mehr als doppelt so hoch ist wie unser Preis.“

Tickets für zwei Millionen Dollar angeboten

Zuletzt hatten auf der Weiterverkaufsplattform der Fifa vier Tickets für das WM-Finale am 19. Juli in New York für jeweils mehr als zwei Millionen Dollar zur Verfügung gestanden. Auch darauf ging Infantino ein. „Wenn manche Leute Tickets für das Finale für zwei Millionen Dollar auf dem Weiterverkaufsmarkt anbieten, bedeutet das erstens nicht, dass die Tickets zwei Millionen Dollar kosten“, sagte er. Er ergänzte: „Und zweitens bedeutet das nicht, dass jemand diese Tickets kaufen wird.“

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