WM 2026 Testspielabsagen für den Iran

Vier Monate vor der WM in den USA droht der Iran durch eine Serie von Absagen bei der Vorbereitung ausgebremst zu werden: WM‑Testspielabsagen für Iran haben mehrere geplante Länderspiele platzen lassen. Medien berichten, dass Algerien, Island, Schottland und Spanien ihre Partien abgesagt hätten. Als mögliche Alternative führt das Sportportal 360 ein Turnier in Jordanien mit Gastgeber Jordanien, Nigeria und Costa Rica an. Der iranische Verband FFI hat die Berichte bislang weder bestätigt noch dementiert. Bei der WM 2026 Endrunde spielt der Iran in der Gruppe G gegen Belgien, Ägypten und Neuseeland.

WASHINGTON, DC – 7. MÄRZ: Der Präsident der Fédération Internationale de Football Association (FIFA), Gianni Infantino, spricht neben US-Präsident Donald Trump, während dieser am 7. März 2025 im Oval Office des Weißen Hauses in Washington, DC, eine Durchführungsverordnung unterzeichnet. Präsident Trump unterzeichnete eine Durchführungsverordnung zur Einrichtung einer Task Force des Weißen Hauses für die Weltmeisterschaft 2026. Anna Moneymaker/Getty Images/AFP (Foto: Anna Moneymaker / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / Getty Images via AFP)
WASHINGTON, DC – 7. MÄRZ: Der Präsident der Fédération Internationale de Football Association (FIFA), Gianni Infantino, spricht neben US-Präsident Donald Trump, während dieser am 7. März 2025 im Oval Office des Weißen Hauses in Washington, DC, eine Durchführungsverordnung unterzeichnet. Präsident Trump unterzeichnete eine Durchführungsverordnung zur Einrichtung einer Task Force des Weißen Hauses für die Weltmeisterschaft 2026. Anna Moneymaker/Getty Images/AFP (Foto: Anna Moneymaker / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / Getty Images via AFP)

Absagen von Algerien, Island, Schottland und Spanien

Mehreren Medienberichten zufolge sagten verschiedene Nationalmannschaften ihre geplanten Freundschaftsspiele gegen den Iran ab. Die kurzfristigen Absagen betreffen laut diesen Meldungen unter anderem Algerien, Island, Schottland und Spanien. Damit steht der Spielplan für die WM‑Vorbereitung des iranischen Teams auf wackeligen Beinen.

Alternative: Vorbereitungsturnier in Jordanien

Als einzige konkret genannte Option bleibt ein Turnier in Jordanien, das nach Angaben des Sportportals 360 Begegnungen gegen Jordanien, Nigeria und Costa Rica vorsieht. Ein solches Turnier würde dem Kader zumindest einige Länderspiele und Wettkampfpraxis bieten. Gleichwohl fehlen offizielle Bestätigungen des FFI zum Turnier oder zu anderen Planungen.

Politische Motive als wahrscheinlicher Grund

Zahlreiche Beobachter erklären die Absagen mit politischen Erwägungen. Hintergrund sei die gewaltsame Niederschlagung der landesweiten Proteste, die international zu scharfer Kritik am islamischen System geführt habe. Deshalb wollen viele Länder nach Einschätzung dieser Beobachter derzeit offenbar nicht gegen den Iran antreten.

Auswirkungen auf Liga‑ und Spielbetrieb

Seit den Protesten Ende Dezember und Anfang Januar finden Ligaspiele in Iran vielerorts vor leeren Rängen statt. Der FFI befürchtet, dass Fans im Stadion Parolen gegen die islamischen Machthaber rufen könnten, und zahlreiche Vereine verlegen ihre Heimspiele aus Sicherheitsgründen in andere Städte, die politisch weniger sensibel gelten. Diese Maßnahmen beeinflussen zugleich das Trainingslager, den Spielplan und die Vorbereitung auf die WM.