Trump warnt Iran vor WM-Reise: Team Melli verweist auf FIFA

Die iranische Nationalmannschaft hat Warnungen des US-Präsidenten Donald Trump zurückgewiesen und auf die Zuständigkeit der FIFA verwiesen. Trump hatte der Mannschaft geraten, aus Sicherheitsgründen nicht zur FIFA-Weltmeisterschaft 2026 in die Vereinigten Staaten zu reisen. Das iranische Team, auch bekannt als Team Melli, reagierte über Social Media und betonte, dass kein Land das Recht habe, eine qualifizierte Mannschaft von der Endrunde auszuschließen. Gleichzeitig bestehen weiterhin politische Spannungen und mögliche Konsequenzen für eine Teilnahme Irans in WM Gruppe G.

FIFA Fußball WM 2026 in USA, Mexiko & Kanada
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Trump warnt vor Anreise — widersprüchliche Signale

Donald Trump schrieb auf seiner Plattform Truth Social, die iranische Nationalmannschaft sei zwar willkommen, doch ihre Anreise zur WM in den USA sei wegen der Sicherheit „nicht angemessen“. Später betonte er, die Veranstaltung werde sicher: „Es wird das großartigste und sicherste Sportereignis in der Geschichte der Vereinigten Staaten sein.“ Dennoch sorgte die ursprüngliche Warnung für Aufsehen, weil Iran seine Gruppenspiele in Städten wie Seattle und Los Angeles bestreiten soll.

Team Melli kontert auf Social Media

Die iranische Nationalelf reagierte unmittelbar: In einer Erklärung auf den offiziellen Kanälen bezeichnete Team Melli die WM als „historisches und internationales Ereignis“ und stellte klar, dass die FIFA als Veranstalter entscheidet – nicht „irgendeine Einzelperson oder ein Land“. Die Mannschaft betonte: „Niemand kann die iranische Nationalmannschaft von der Weltmeisterschaft ausschließen.“ Damit setzt sich der Verband gegen politische Einflussnahme zur Wehr und verteidigt die sportliche Qualifikation des Teams.

The Iranian national team’s response to Donald Trump:

“The World Cup is a historic and international event, and its organizer is FIFA—not any single country. The Iranian national team also qualified for this event with authority and through consecutive victories, becoming one of the first teams to reach this great tournament.

Certainly, no one can remove the Iranian national team from the World Cup. Rather, the country that should be removed is the one that merely carries the title of “host” but does not have the ability to ensure security for the teams participating in this event.”

Innenpolitische Reaktionen und drohende Konsequenzen

Parallel äußerte sich der iranische Sportminister scharf: Angesichts der innenpolitischen Lage sagte er laut Quellen, unter den aktuellen Bedingungen sei eine Teilnahme nicht möglich. Ein formeller Rückzug müsste bei der FIFA eingereicht werden; der Verband könnte daraufhin sportliche und wirtschaftliche Sanktionen verhängen. Gleichzeitig verweist die Lage auf ein Spannungsfeld zwischen sportlicher Autonomie, Sicherheitsfragen und internationalen Beziehungen.

FIFA, Infantino und die Rolle der Gastgeber

FIFA-Präsident Gianni Infantino hatte kürzlich erklärt, Iran sei „selbstverständlich willkommen“ zur WM in den USA zu kommen. Infantino pflegt nach Berichten ein enges Verhältnis zu Trump und hatte diesem kürzlich sogar einen neu geschaffenen FIFA-„Friedenspreis“ verliehen. Gleichwohl bleibt die Entscheidung über Teilnahme, mögliche Rückzüge oder Disziplinarmaßnahmen eine Angelegenheit der FIFA, die letztlich über Zulassung und Sanktionen entscheidet.

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