Das Select Board von Foxborough hat einer Entertainment-Lizenz für die FIFA entschieden, sodass die sieben für das Gillette Stadium angesetzten WM-Spiele diesen Sommer stattfinden können. Nach monatelangen Verhandlungen um die Vorfinanzierung der Sicherheitskosten einigten sich Boston Soccer 2026, Kraft Sports & Entertainment (KSE) und die Stadt. Die Vereinbarung sieht vor, dass Foxborough keine finanziellen Lasten trägt: Vorauszahlungen, ein Escrow-Konto und schriftliche Sicherheiten durch KSE sollen die Ausgaben für Polizei, Feuerwehr und Material abdecken. Dennoch blieben Fragen zur Logistik und zu Transportplänen für Fans offen.

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Entertainment-Lizenz für Gillette Stadium erteilt
Das siebenmal bespielte Gillette Stadium – Heim von New England Patriots und New England Revolution – erhielt nach einstimmiger Abstimmung des lokal gewählten Select Boards die notwendige Entertainment-Lizenz für die FIFA-Weltmeisterschaft. Die Lizenz war monatelang gefährdet, weil die Stadtverwaltung zuerst keine Gewissheit hatte, wer die geschätzten Sicherheitskosten von rund $7,8 Millionen vorstrecken und am Ende tragen würde. Foxborough hatte erklärt, diese Summe würde etwa zehn Prozent des jährlichen Haushalts ausmachen und forderte daher finanzielle Garantien.
Sicherheitskosten und Finanzierung: Einigung mit KSE und Boston Soccer 2026
Die ursprünglichen Verträge über die Ausrichtung hatten die Finanzierung öffentlicher Sicherheitsmaßnahmen nicht klar der Stadt zugewiesen; stattdessen liegen die Verpflichtungen bei Boston Soccer 2026, dem lokalen Host Committee. Nachdem erste Angebote abgelehnt wurden — unter anderem eine von KSE vorgeschlagene Deckung von Ausrüstungs-Kosten bis zu $1,5 Millionen — gelang in der vergangenen Woche ein Durchbruch: Boston Soccer 2026 hat etwas mehr als $1,5 Millionen in ein Escrow-Konto eingezahlt, und KSE stellte schriftliche Zusagen aus, nötigenfalls weitere Mittel vorzuschießen.
Details der Zahlungs- und Abrechnungsmodalitäten
Die Parteien einigten sich auf einen klaren Abrechnungsmechanismus: Foxborough liefert Schätzungen und Rechnungen für Personal- und Materialkosten an vier Terminen im Mai, Juni und Juli. Boston Soccer 2026 verpflichtet sich, diese Rechnungen innerhalb eines Geschäftstages zu bezahlen. KSE garantiert zusätzlich, dass die Host-Organisation über die nötigen Mittel verfügt und dass KSE seine Verpflichtungen bis zum Ende des Turniers nicht einseitig beendet; die Stadt behält die Möglichkeit, gegen KSE vorzugehen, sollten Zahlungen ausbleiben.
SEAR One-Einstufung und operative Anforderungen
Der Foxborough Police Chief Michael Grace verwies auf die SEAR-One-Einstufung (Special Event Assessment Rating One), die ein hohes Maß an föderaler Unterstützung und umfangreiche Einsatzplanung verlangt. Die Stadtverwaltung und die öffentlichen Sicherheitsbehörden betonten, dass die Vereinbarung die kurzfristige Beschaffung von Material und die Einsatzplanung in einen akzeptablen Zustand bringt. Gleichzeitig wiesen Mitglieder des Select Boards darauf hin, dass nur die zuständigen Experten die erforderlichen Anschaffungen bestimmen sollten — ein Streitpunkt bei früheren Verhandlungen.
Welche Spiele sind betroffen und wirtschaftliche Argumente
Mit der Lizenz können die geplanten Partien in Foxborough stattfinden: Gruppenspiele wie Schottland gegen Haiti und Marokko, England gegen Ghana, Frankreich gegen Norwegen sowie Norwegen gegen einen der Sieger aus Bolivien/Iraq/Surinam, außerdem ein Achtelfinale und ein Viertelfinale. Boston Soccer 2026 betonte die erwarteten wirtschaftlichen Effekte, nannte Ticketing-Einnahmen von rund $1,5 Millionen für die Stadt und zusätzliche Steuereinnahmen aus Hotels, Gastronomie und Handel. Kritiker im Select Board relativierten diese Prognosen und bezeichneten den lokalen Nettoeffekt als begrenzt.
Anwohner, Fans und offene Logistikfragen
Während die Mehrheit im Rathaus die Lizenz begrüßte, nutzten Anwohner und Fans die Sitzung, um Bedenken vorzubringen. Ein schottischer Einwohner, der Tickets für das schottische Team gekauft hat, bemängelte das bislang fehlende Besuchermanagement: Es gebe noch keine publizierten Pläne für An- und Abreise, Shuttle-Angebote oder Regelungen für Spiele, die erst gegen Mitternacht enden. Gleichzeitig lobten Teilnehmer die harte Verhandlungsposition des Select Boards, die zu den finanziellen Garantien geführt habe.