WM 2026 in Gefahr: Iran riskiert Millionen und Sanktionen

Irans WM 2026 Qualifikation steht, aber durch die aktuelle geopolitische Lage ist unklar, ob das Team tatsächlich bei der FIFA WM 2026 antritt. Sollte der Iran zurückziehen, drohen dem Verband erhebliche finanzielle Verluste, Geldstrafen und sogar Risiken für die nächste WM-Qualifikation – und das wirft Fragen auf, wie sich das auf Teams wie Deutschland und den Kader von Bundestrainer Julian Nagelsmann auswirkt. Iran würde bei der WM 2026 in Gruppe G auf Neuseeland, Belgien und Ägypten treffen.

FIFA Fußball WM 2026 in USA, Mexiko & Kanada
FIFA Fußball WM 2026 in USA, Mexiko & Kanada

Irankrieg hat Konsequenzen für die FIFA WM 2026

Angesichts der Eskalation im Nahen Osten bleibt die Teilnahme des Iran an der Fußball-WM in Nordamerika ungewiss. Ein freiwilliger Rückzug würde nach FIFA-Regularien nicht nur Geldstrafen nach sich ziehen, sondern auch die Rückzahlung von Vorbereitungs- und Turniergeldern erfordern. Zudem steht eine Millionen-Prämie auf dem Spiel und ein Ausschluss von der WM 2030 wäre möglich. Der Fall könnte sogar dem FIFA-Rat zur Abstimmung vorgelegt werden.

Finanzielle Sanktionen laut FIFA-Regelwerk

Nach Artikel 6.2 der FIFA-Regularien drohen dem Iran feste Vertragsstrafen bei einer Absage: 250.000 Schweizer Franken (ca. 275.000 Euro), wenn die Abmeldung mehr als 30 Tage vor Turnierbeginn erfolgt, und 500.000 Schweizer Franken (ca. 550.000 Euro) bei kurzfristigerem Rückzug. Zusätzlich müsste Teheran alle bereits erhaltenen Vorbereitungsgelder sowie weitere turnierspezifische Beitragszahlungen zurückerstatten. Damit greifen sowohl zivilrechtliche Rückzahlungsansprüche als auch sportrechtliche Sanktionsmechanismen.

Vorbereitungs- und Preisgelder: Millionenverlust droht

Der Weltverband zahlt jeder qualifizierten Mannschaft 1,5 Millionen US-Dollar zur Deckung der Vorbereitungskosten, heißt es in den Regularien. Zudem ist für die Teams auf den Plätzen 33 bis 48 ein Preisgeld von mindestens neun Millionen US-Dollar vorgesehen, weshalb dem Iran bei einem Rückzug Einnahmen im sechsstelligen bis in den Millionenbereich entgehen würden. Diese finanziellen Ausfälle betreffen sowohl kurzfristige Liquidität als auch langfristige Planungen des Verbandes.

Sportpolitische Folgen und Ausschlussrisiko für 2030

Über die sportpolitischen Konsequenzen hinaus sieht das Reglement die Möglichkeit eines Ausschlusses von der WM 2030 vor, falls der Iran seine Teilnahme zurückzieht. Darüber hinaus könnte der FIFA-Rat mit seinen 32 Mitgliedern über weitergehende Maßnahmen abstimmen. Iranisches Präsidialamt des Verbands äußerte bereits Sorge: „Sicher ist, dass nach diesem Angriff nicht zu erwarten ist, dass wir hoffnungsvoll auf die WM blicken“, sagte Verbandspräsident Mehdi Taj am Wochenende und betonte, dass die Lage eine Entscheidung erfordere.

Mögliche Nachrücker aus Asien

Sollte der Iran seine Teilnahme absagen, dürfte ein anderer asiatischer Verband nachrücken. Als wahrscheinliche Kandidaten gelten vor allem der Irak und die Vereinigten Arabischen Emirate, da beide bereits im Rennen um den letzten WM-Platz in den interkontinentalen Playoffs gegeneinander angetreten waren. Eine Nachbesetzung würde nach den bestehenden Qualifikations- und Playoff-Ergebnissen erfolgen.