Bundestrainer Julian Nagelsmann hat in einem Interview mit dem kicker für Aufsehen gesorgt: Die brisanten Nagelsmann-Aussagen zu Ex-Bayern-Star Leroy Sané unterstreichen, dass der Flügelspieler trotz früherer Reibungen weiter eine Rolle in der Nationalmannschaft spielt. Nagelsmann betont Sanés Profil als rechter Flügelspieler, der ins Zentrum zieht, und macht seine WM-Perspektiven von dessen Gesundheit abhängig. Gleichzeitig bleibt der Bundestrainer ehrlich über Sanés Unberechenbarkeit. Nach dem starken Auftritt im letzten Qualifikationsspiel ist Sané wieder voll im Blick des DFB-Chefs. Deutschland spielt bei der WM 2026 in Gruppe E.

Nagelsmann bestätigt Sanés Perspektive für den WM-Kader
Im Gespräch mit dem kicker erklärte Nagelsmann, dass Leroy Sané in seinen WM-Planungen für das Turnier in Nordamerika eine Rolle spiele: „Wir haben von seinem Profil nicht viele Spieler, die oft ins Zentrum gehen vom rechten Flügel“, so der Bundestrainer. Er betonte zugleich die Abhängigkeit vom Gesundheitszustand: „Wenn die Gesundheit mitspielt, kann er für uns ein ganz wichtiger Spieler sein.“ Damit macht der Übungsleiter klar, dass Fitness und Belastbarkeit zentrale Kriterien für eine mögliche Aufnahme in den Kader sind.
Verhältnis, Form und das Galatasaray-Kapitel
Nagelsmann räumte ein, dass das Verhältnis zu Sané in der Vergangenheit nicht immer einfach war – sowohl beim FC Bayern als auch in der Nationalmannschaft habe es Reibungen gegeben. Trotzdem stellt der Bundestrainer fest: „Wir haben ein super Verhältnis, und Leroy hat super Spiele gemacht. Er macht es auch bei Galatasaray gut.“ Nach einem holprigen Start in Istanbul sei der 30-Jährige inzwischen besser in Fahrt gekommen, doch Nagelsmann mahnt Realismus an: „So ehrlich sind wir: Wir wissen bei ihm nie zu 100 Prozent, was am Ende auf den Platz kommt.“ Damit bleibt Sané in Nagelsmanns Beurteilung eine Art Wundertüte.
Nominierung für die März-Tests – direkte Folgen für die WM-Chancen
Nagelsmann kündigte an, Sané für die anstehenden Länderspiele zu berufen: Die Tests gegen die Schweiz in Basel am 27. März und gegen Ghana in Stuttgart am 31. März sollen der weiteren Kaderplanung dienen. Der 72-malige Nationalspieler hat durch sein fulminantes 6:0 im letzten Qualifikationsspiel gegen die Slowakei – in dem er zwei Tore erzielte und zwei weitere Treffer einleitete – zusätzliches Kapital gesammelt. Damit verbessern sich seine Aussichten auf einen Platz im endgültigen WM-Kader für das Großereignis in den USA, Kanada und Mexiko (11. Juni bis 19. Juli), vorausgesetzt, er setzt seine Eigenwerbung im Galatasaray-Trikot fort.