Mircea Lucescu wird am Donnerstag zum ältesten Nationaltrainer der Fußball-Geschichte und steht mit Rumänien im Playoff-Halbfinale der WM-Qualifikation. Der 80‑Jährige (80 Jahre und 240 Tage) übertrifft damit Otto Pfister und will sein Team ins Turnier führen. Anstoß in der Türkei ist um 18.00 Uhr, die Partie wird bei DAZN übertragen; ein Sieg würde Rumänien fünf Tage später gegen die Slowakei oder den Kosovo ins Finale bringen. Der Sieger des Play-offs trifft bei der WM 2026 in Gruppe D auf Australien, Paraguay und USA. Lucescu nimmt den Altersrekord mit Humor, zugleich rückt seine Erfahrung als entscheidende sportliche Ressource in den Fokus.

Inhaltsverzeichnis
Altersrekord als Nationaltrainer
Mit 80 Jahren und 240 Tagen löst Mircea Lucescu den bisherigen Rekordhalter Otto Pfister ab, der 2018 als 80 Jahre und 123 Tage alter Nationaltrainer in Afghanistan von der Bank ging. Der Altersrekord betrifft ausdrücklich die Funktion als Nationaltrainer; im Vereinsfußball liegt ein anderer Maßstab: Roger Lemerre war zuletzt 80 Jahre und 260 Tage aktiv, als er ES Sahel betreute. Dennoch steht Lucescus Eintrag in den Rekordlisten für Erfahrung und Langlebigkeit im Profibereich.
WM-Playoff in der Türkei: Bedeutung für die Qualifikation
Im Playoff-Halbfinale gegen die Türkei geht es für Rumänien nicht nur um ein Spiel, sondern um die Chance auf ein WM-Comeback nach 28 Jahren. Ein Erfolg im Auswärtsspiel würde den Weg zu einem möglichen Entscheidungsspiel gegen die Slowakei oder den Kosovo ebnen; Verbandspräsident Razvan Burleanu betont die Bedeutung von Lucescus Erfahrung für dieses Vorhaben. Die Partie läuft live auf DAZN, Anstoß ist um 18.00 Uhr — Taktik, mentale Stärke und die Fähigkeit, in kritischen Momenten Großchancen zu schaffen, werden entscheidend sein.

Lucescus Erfahrung, Historie und Motivation
Lucescu bringt eine lange Trainerkarriere mit: Er betreute Rumänien bereits von 1981 bis 1986 und kehrte 2024 nach 38 Jahren erneut ins Amt zurück. International machte er 2009 mit Schachtar Donezk durch den Gewinn des UEFA-Pokals auf sich aufmerksam und wurde in der Türkei, Rumänien und der Ukraine mit sechs verschiedenen Klubs Meister. Als Spieler stand er 1970 in Mexiko auch Pelé gegenüber — er tauschte damals sein Trikot mit dem brasilianischen Superstar und sagt heute noch, dass er dieses Trikot nie gewaschen habe. Seine Aussagen wie „Fußball ist meine Droge“ unterstreichen, warum er die Bank trotz hohem Alter weiter bevorzugt.
Gesundheit, Rückkehr und Erwartungen
Gleichzeitig gab es zuletzt Gesundheitsfragen: Anfang des Jahres musste Lucescu mehrfach ins Krankenhaus, und 2025 klagte er über Herzprobleme. Trotz Sorgen um seine Gesundheit blieb er zurückhaltend in der Bewertung seiner Zukunft; er selbst sagte einst: „Alles geht zu Ende – die Karriere, die Liebe, das Leben“. Dennoch betont er seine Motivation und sieht sich als Vorbild, wie er bei seiner Rückkehr ins Amt erklärte: Er sei überzeugt, dass alle über 70 ihn anfeuern würden. Sportlich und medial bleibt sein Altersrekord ein zentrales Thema in der Diskussion um Rumäniens WM-Ambitionen.