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Nagelsmann rotiert und fordert mehr von Sané
Bundestrainer Julian Nagelsmann kündigt für das WM 2026 Test-Länderspiel gegen Ghana in Stuttgart eine gezielte Rotation an und will früher als in Basel wechseln. Nach dem 4:3-Erfolg in der Schweiz stehen mehrere Wechselkandidaten bereit, darunter Nathaniel Brown auf der linken Abwehrseite. Nagelsmann betont zugleich klare Erwartungen an Leroy Sané: Seine Leistung sei „in Ordnung“, aber er müsse mehr zeigen, wenn er sein WM-Ticket lösen will. Der Lehrgang dient weniger dem Testen als dem Einspielen und dem Management von Belastung und Fitness.
Deutschland gegen Ghana läuft zur Primetime am Montag, 30. März 2026, ab 20.15 Uhr (Anstoß 20.45 Uhr) auf ARD.
Voraussichtliche Startaufstellung: Nübel – Kimmich, Tah, N. Schlotterbeck, Brown – Goretzka, Stiller – Karl, Gnabry, Wirtz – Woltemade

Wo wird Deutschland gegen Ghana im TV übertragen?
Am Montag, den 30. März 2026, läuft das Länderspiel zwischen Deutschland und Ghana live in der ARD: Die Übertragung beginnt um 20.15 Uhr, Anstoß ist um 20.45 Uhr. Durch die Sendung führt Moderatorin Esther Sedlaczek, unterstützt von Experte Bastian Schweinsteiger, während Philipp Sohmer das Spiel kommentiert und Field-Reporter Alex Schlüter direkt vom Spielfeldrand berichtet.
Nagelsmann plant Rotation und frühere Einwechslungen
Der 38-jährige Bundestrainer machte deutlich, dass das Spiel gegen Ghana unter anderen Gesichtspunkten stehe als das Duell in Basel. Nach dem 4:3 in der Schweiz will Nagelsmann dezent rotieren und Wechsel früher vornehmen als noch im St. Jakob-Park. „Wir müssen ein bisschen rotieren, um ein paar Spieler zu steuern, die aus Verletzungen kommen oder viel belastet sind“, sagte der Übungsleiter und nannte explizit Namen wie Joshua Kimmich, Serge Gnabry und Florian Wirtz als Beispiele für zuletzt hohe Belastungen. Nagelsmann betonte zudem die Rücksicht auf die Vereine: „Ich bin ja nicht völlig verblendet und ziehe es auf Teufel komm raus durch. Ich brauche ja auch die Vereine.“
Brown statt Raum auf der linken Seite
Ein konkreter Wechsel steht bereits fest: Nathaniel Brown soll, volle Fitness vorausgesetzt, gegen Ghana anstelle von David Raum links in der Viererkette beginnen. Brown hatte den Lehrgangsauftakt und das Spiel in der Schweiz wegen Wadenproblemen verpasst, bestritt aber am Samstag ein Spielersatztraining beschwerdefrei. Nagelsmann stellte klar, dass Brown „sicherlich keine 90 Minuten spielen“ wird, sieht ihn aber als Kandidaten für die Startelf — auch weil David Raum zuletzt viel marschiert sei. Die Entscheidung spiegelt das Belastungsmanagement der Mannschaft wider und zeigt, wie Nagelsmann mit Ausfällen und Belastungen im Kader umgeht.
Spielplan der WM 2026 Gruppe E
Tabelle der WM 2026 Gruppe E
Klare Ansage an Leroy Sané: „Er muss es zeigen“
Die Diskussion um Leroy Sané flammt nach seinem zurückhaltenden Auftritt bei Galatasaray und dem dezenten Auftritt am Freitag erneut auf. Nagelsmann gab Sané unmittelbar nach dem Spiel in Basel zunächst Rückendeckung, ordnete seine Aussagen aber auf der Pressekonferenz in Stuttgart ein: Die Leistung sei „in Ordnung. Es war nicht richtig gut, aber auch nicht unfassbar schlecht.“

Damit bleibt Raum für Interpretation, gleichzeitig macht der Bundestrainer die Erwartung klar: „Leroy weiß, was gefordert ist. Er muss es zeigen.“ Nagelsmann sprach auch auf Kritik an seinem Fernseh-Interview an: „Wenn ich 20 Minuten nach Spielende nach einem Spieler gefragt werde, dann ist doch klar, dass ich ihn nicht direkt abmontiere.“
Wettbewerb auf den Flügeln
Offen ist, ob Sané die Gelegenheit bekommt, sich in Stuttgart zu steigern oder ob auf dem rechten Flügel jüngere Alternativen beginnen — etwa das 18-jährige Bayern-Talent Lennart Karl. Nagelsmann verwies auf die Match-Statistiken aus Basel: Karl erzielte in seiner halben Spielzeit mehr gewinnbringende Aktionen als Sané. Gleichzeitig warnte er, dass weitere farblose Auftritte für den Platzhirsch nicht tragbar wären, wenn er im Sommer seinen Platz im WM-Kader beanspruchen will.