Inhaltsverzeichnis
- DFB-Team vor den WM 2026 Testspielen: Ausfälle, Comebacks und neue Optionen vor den Tests
- Urbig fehlt wegen Kapselverletzung – Dahmen nachnominiert
- Startelf in Basel: Havertz und Stiller erhalten Einsatzchancen
- Neue Testspiel-Regel: Bis zu elf Auswechslungen möglich
- Torwart- und Kaderfragen: Baumann, Rüdiger und Stach
DFB-Team vor den WM 2026 Testspielen: Ausfälle, Comebacks und neue Optionen vor den Tests
Bundestrainer Julian Nagelsmann reagiert in der WM-Vorbereitung auf einen weiteren Verletzungsfall im DFB-Kader und nominiert kurzfristig nach. Jonas Urbig (FC Bayern) fällt mit einer Kapselverletzung im rechten Knie aus, Finn Dahmen (FC Augsburg) rückt nach. Gegen die Schweiz in Basel startet Kai Havertz, Angelo Stiller erhält ebenfalls eine Chance in der Startelf. Zudem gilt in Basel ein erhöhtes Auswechselkontingent – bis zu elf Wechsel sind möglich.

Urbig fehlt wegen Kapselverletzung – Dahmen nachnominiert
Der 22-jährige Bayern-Torwart Jonas Urbig musste das DFB-Quartier vorzeitig verlassen. Ursache ist eine leichte Kapselverletzung im rechten Knie, die der Verband am Donnerstagabend bestätigte. Nagelsmann betonte, dass er Urbig nicht „durchjagen“ wolle und deshalb vorsichtig mit der Diagnose und möglichen Ausfallzeit umgehe. Eine längere Reha scheint nach heutigem Stand nicht anzustehen, doch das genaue Ausmaß der Verletzung wird weiter beobachtet.
Als Ersatz nominierte der Bundestrainer Finn Dahmen vom FC Augsburg. Damit bleibt Oliver Baumann die klare Nummer eins; Alexander Nübel ist sein erster Vertreter, Dahmen ergänzt das Torhütertrio. Urbig, der erst in der vergangenen Woche erstmals ins Aufgebot gerückt war, verpasst damit voraussichtlich sein mögliches DFB-Debüt.
Startelf in Basel: Havertz und Stiller erhalten Einsatzchancen
Für das Test-Länderspiel im St. Jakob-Park gegen die Schweiz setzt Nagelsmann unter anderem auf Kai Havertz, der nach langer Verletzungspause sein Comeback in der Startelf feiert. Angelo Stiller bildet gemeinsam mit Leon Goretzka die defensive Zentrale. In der Innenverteidigung beginnen Jonathan Tah und Nico Schlotterbeck, Antonio Rüdiger bleibt als erfahrener Ersatz im Kader.

Der Übungsleiter kündigte an, Havertz Spielminuten zu geben, um Rhythmus und Wettkampfhärte zu schaffen. Die Partie in Basel ist ausverkauft und dient Nagelsmann als wichtiger Härtetest im WM-Jahr; drei Tage später steht ein weiterer Test gegen Ghana in Stuttgart an. Mannschaftstraining und Einsatzzeiten in diesen Partien sollen helfen, das Mannschaftsgefüge zu festigen und taktische Abläufe weiter einzustudieren.
Neue Testspiel-Regel: Bis zu elf Auswechslungen möglich
Für das Aufeinandertreffen mit der Schweiz gilt eine neue Ifab-Regel, die in Test-Länderspielen ein erhöhtes Auswechselkontingent erlaubt. DFB und Schweizer Verband einigten sich auf bis zu elf Auswechslungen – allerdings bleiben die Beschränkungen durch drei Wechselfenster plus Halbzeitpause bestehen, damit Zeitspiel verhindert wird. Für Nagelsmann bedeutet das: er kann in Basel praktisch alle Kaderspieler einsetzen und vielen Akteuren Spielpraxis bieten.
Die Regeländerung soll vor allem die Belastungsverteilung im WM-Jahr erleichtern und ermöglicht umfangreiche personelle Tests ohne den gewohnten taktischen Bruch. Beide Trainer kündigten an, das Kontingent zu nutzen, um möglichst viele Kandidaten für den WM-Kader zu sehen.
Torwart- und Kaderfragen: Baumann, Rüdiger und Stach
Die Torhüterfrage wirkt geklärt: Oliver Baumann (35) ist vom Verband zum Turniertorwart erklärt worden und soll die Testspiele als Nummer eins bestreiten. Ex-Nationaltorwart Andreas Köpke lobte Baumanns Entwicklung und sieht ihn WM-reif. Alexander Nübel und der nachgenommene Finn Dahmen komplettieren das Trio hinter Baumann.
Antonio Rüdiger nimmt seine veränderte Rolle in der Innenverteidigung ohne öffentliche Kritik an. Der Real-Profi ist hinter Kapitän Joshua Kimmich der erfahrenste Spieler im Aufgebot und stellte klar: „Ob Startelf oder Bank – wenn Julian mich braucht, werde ich da sein.“ Nagelsmann sieht in der Innenverteidigung eine breite Auswahl mit Tah und Schlotterbeck als Startduo.
Ein weiterer Kandidat, der in dieser Länderspielphase auffallen kann, ist Anton Stach. Nagelsmann hat ihn nach starker Saison bei Leeds United zurückberufen. Laut Datenanalyse (GSN) überzeugt Stach in 26 Premier-League-Partien mit vier Toren und drei Vorlagen, bringt körperliche Präsenz (1,93 m/86 kg), Tackling-Qualitäten und Ausdauer – Eigenschaften, die ihn als robusten Achter oder Sechser für Turnierbedingungen interessant machen. Der Bundestrainer bezeichnete Stach als einen Spieler, der „reinrutschen“ kann, wenn sein Auftritt überzeugt.