DFB-Kader: Nagelsmann verzichtet offenbar auf Stiller und Beier

Bundestrainer Julian Nagelsmann wird seinem Kader für die Länderspiele gegen die Schweiz (27. März) und Ghana (30. März) offenbar ohne Angelo Stiller und Maximilian Beier bekanntgeben. Laut der „Bild“-Zeitung fehlt Stiller im DFB-Aufgebot, während Sky-Reporter Florian Plettenberg Beiers Nichtberücksichtigung meldet. Beide Akteure zählen in ihren Vereinen – VfB Stuttgart und Borussia Dortmund – zu den Leistungsträgern dieser Saison. Die Entscheidungen werfen Fragen zur Zusammensetzung des vorläufigen WM-Kaders auf, denn Nagelsmann hatte angekündigt, dass das März-Aufgebot dem WM-Aufgebot „sehr ähneln“ werde.

Germany’s head coach Julian Nagelsmann reacts during the international friendly football match between Germany and Turkey at the Olympic Stadium in Berlin on November 18, 2023, in preparation for the UEFA Euro 2024 in Germany. (Photo by Ronny HARTMANN / AFP)

Nichtnominierung von Angelo Stiller und Maximilian Beier

Angelo Stiller stand bereits beim Lehrgang im November nicht im DFB-Aufgebot; seine erneute Nichtberücksichtigung sorgt beim VfB für Unverständnis. Nagelsmann betonte zuletzt in Interviews, dass er im zentralen Mittelfeld neben Goretzka einen anderen Spielertyp mit Offensivqualitäten favorisiere – eine Einschätzung, die Stiller offensichtlich nicht in sein Konzept einreiht. Maximilian Beier hatte sich beim BVB in den vergangenen Wochen einen Stammplatz erkämpft und in den letzten zwölf Bundesligaspielen fünf Tore sowie vier Assists erzielt; dennoch berichtet Sky, dass Nagelsmann auf den 23‑Jährigen verzichten will.

Hintergründe und sportliche Einordnung

Die Entscheidung ist sportpolitisch relevant: Nagelsmann sucht für die DFB‑Auswahl offenbar eine Balance aus Erfahrung und spezifischen Profilen für die WM‑Vorbereitung. Stiller galt beim VfB als verlässlicher Ballverteiler und Abräumer im Zentrum, Beier als schneller Offensivspieler mit Abschlussstärke – beide Eigenschaften, die bei der Kaderplanung normalerweise Gewicht haben. Dennoch scheint Nagelsmann taktische Präferenzen und langfristige Kaderplanung höher zu gewichten als einzelne Saisonwerte.

Weitere Durchsickerungen zum März-Kader

Neben den Nichtnominierungen sind bereits mehrere Namen durchgesickert: Laut Sky sollen Nathaniel Brown (Eintracht Frankfurt), Jamie Leweling (VfB Stuttgart) und Nick Woltemade (Newcastle United) Teil des Aufgebots sein. Außerdem wurden Jonas Urbig und Lennart Karl vom FC Bayern als potenzielle Debütanten genannt. Diese Personalien geben Hinweise auf Nagelsmanns Perspektive für den WM‑Kader und zeigen, dass der Bundestrainer auch auf Nachwuchsspieler setzt.

Musiala, El Mala und die U21-Lösung

Auf Jamal Musiala verzichtet Nagelsmann dem Vernehmen nach vorsorglich; Bayern‑Sportvorstand Max Eberl erklärte, Musiala solle nach einer Reha‑Woche schmerzfrei werden und erst nach der Länderspielpause wieder zur Verfügung stehen. Said El Mala vom 1. FC Köln reist laut Kölner Stadt‑Anzeiger zur U21‑Auswahl für die EM‑Qualifikation, steht aber offenbar auf Abruf für die A‑Mannschaft, sollte eine Nachnominierung nötig werden. Damit verbinden sich kurzfristige Personalentscheidungen mit der langfristigen Zielsetzung, den WM‑Kader stabil zu formen.

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