Mauricio Pochettino hat mit der Nominierung seines 27‑köpfigen März‑Kaders einen klaren Hinweis auf den erwarteten Kern für die USMNT bei der WM 2026 gegeben. Der Chefcoach bringt in Atlanta erstmals die neu zusammengesetzte Stammgruppe zusammen — eine Mischung aus etablierten Akteuren und aufgerückten Neulingen. Mehrere der Namen, die Pochettino über 2025 getestet hat, erscheinen erneut; andere Stammkräfte von 2022 fehlen vorerst. Der März‑Lehrgang gegen Belgien und Portugal gilt für ihn als ernsthafte Belastungsprobe im Hinblick auf den endgültigen WM‑Kader.

(Photo by Gareth Evans/News Images)
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Pochettino deutet Kernkader klar an
Mauricio Pochettino berief für das erste Trainingslager 2026 27 Spieler nach Atlanta und signalisierte damit den Beginn der Finalphase seiner Kaderplanung. Nach einem Jahr, in dem er mehr als 60 Spieler zu sechs Trainingslagern lud und 56 Einsätze verteilte, wirkt die Auswahl diesmal deutlich berechenbarer. Der Übungsleiter bezeichnete die zurückliegende Phase als notwendigen Neuaufbau: „Wir begannen damit, die Dinge zu zerstören, die wir zerstören müssen“, um anschließend neu aufzubauen. Obwohl er betonte, die Tür bleibe offen — „sie ist nicht geschlossen. Sie ist offen. Sie ist noch offen. Es ist nicht der endgültige Kader“ — ist die Marschrichtung erkennbar.
Wer zählt zum neuen Kern?
Viele der 27 nominierten Spieler scheinen Pochettinos Kern zu bilden: Klassiker wie Christian Pulisic, Weston McKennie, Folarin Balogun, Tim Weah, Antonee Robinson, Chris Richards und Tim Ream gehören dazu. Dazu kommen Akteure, die Pochettino in den letzten 18 Monaten aufgebaut hat: Matt Freese, Malik Tillman, Alex Freeman, Max Arfsten, Tanner Tessmann und Cristian Roldan. Brenden Aaronson und Ricardo Pepi bleiben weiterhin wichtige Optionen für die Bank, während Innenverteidiger wie Mark McKenzie und Miles Robinson zusätzliche Stabilität liefern. Gleichzeitig stehen Spieler wie Yunus Musah und Josh Sargent derzeit außerhalb dieses Kerns.
Verletzungen und offene Stellen im Kader
Der März‑Kader ist nicht identisch mit dem, der im Sommer in den Flieger zur WM steigen wird: Tyler Adams, Sergiño Dest, Haji Wright und Diego Luna fehlen aus Gründen von Verletzung oder Fitness. Pochettino machte deutlich, dass Abwesenheiten wegen Ausfallzeit und Reha die Planung beeinflussen, die Tür zum endgültigen Team aber offenbleibt. Von den 27 Nominierten waren 17 bereits im November im Kader; zehn kamen neu hinzu — davon sechs Spieler (Pulisic, McKennie, Weah, Antonee Robinson, Richards und Tillman), die im November aus Fitness‑ oder clubseitigen Gründen geschont worden waren.
Warum die März‑Lehrgänge richtungsweisend sind
Pochettino bezeichnete die Freundschaftsspiele gegen Belgien und Portugal als „Weltmeisterschaftsspiele“ im Sinne der Bedeutung für die Entwicklung der Mannschaft; er erwartet dieselbe Dynamik wie in den Trainingslagern des Vorjahres. Der strategische Abriss und Wiederaufbau 2025 — mehr Camps, viele Namen, zahlreiche Testeinsätze — sollte jetzt in eine stabile Formation und eine eingespielte Teamchemie münden. Mit einem Flugzeug, das nur 26 Plätze bietet, ist die Auswahl eng; die März‑Nominierung ist deshalb die wohl deutlichste Blaupause, wie Pochettino sein WM‑Aufgebot finalisieren will.