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USMNT-Coach Pochettino sieht schwaches Testspiel wenige Wochen vor WM 2026
Die US‑Nationalmannschaft offenbarte bei der 2:5‑Niederlage gegen Belgien deutliche Schwächen im Defensivverbund und in der Spielkontrolle. Chefcoach Pochettino steht wenige Wochen vor der Nominierung des finalen 26‑Mann‑Aufgebots und nutzte das Testspiel im Mercedes‑Benz Stadium als Sichtungstag. Schwankende Leistung, Verletzten‑Ausfälle und Fragezeichen in der Offensive geben dem Übungsleiter harte Entscheidungen vor. Die Partie offenbart, welche Baustellen Pochettino bis zur Bekanntgabe des Kaders am 26. Mai adressieren muss.
Das nächste USA-Testspiel gegen Portugal wird am 1. April, um 1:00 Uhr (MESZ), angepfiffen.

Spielverlauf: Von Führung zur Pleite – Ballbesitz und Großchancen
Im Mercedes‑Benz Stadium führten die USA vor 66.867 Zuschauern durch ein Tor von Weston McKennie in der 39. Minute, als er eine Ecke von Antonee Robinson per Direktabnahme verwertete. Dennoch glich Belgien noch vor der Pause durch Zeno Debast aus; die Red Devils übernahmen in der zweiten Halbzeit das Kommando.
Mit Spielern wie Kevin De Bruyne und Jeremy Doku im Offensivspiel setzte Belgien die US‑Abwehr wiederholt unter Druck, was in einem frühen Treffer von Amadou Onana (52.) mündete. Trotz zwischenzeitlicher Paraden von Matt Turner und vereinzelter Großchancen geriet das Spiel aus Sicht der Gastgeber in ein offenes Defensiv‑Desaster und endete 2:5.
Einzelkritik: Pulisic, Turner, Robinson und McKennie
Christian Pulisic zeigte mehrmals seine Gefährlichkeit, blieb aber in entscheidenden Szenen glücklos. Er selbst zog Bilanz: „Wir haben in großen Phasen gut gespielt, aber es sind feine Margen. Ich muss etwas effektiver sein und auch verteidigen.“
Matt Turner rechtfertigte sein Comeback mit mehreren spektakulären Paraden, seine schwache Klärung führte jedoch zu einer abgepfiffenen Szene.
Antonee „Jedi“ Robinson kehrte nach Verletzung stark zurück und bereitete die Führung vor.
Weston McKennie bestätigte seine Präsenz im Mittelfeld, konnte die defensive Instabilität der Kugelabwehr aber nicht kompensieren.

Bei der Heim-WM 2026 spielt USA in Gruppe D gegen Paraguay, Australien und Türkei/Kosovo.
Pochettino vor der Kader‑Entscheidung: Letzte Beobachtungen und Fragen
Der Chefcoach hat nur noch wenige Gelegenheiten für letzte Sichtungen vor der finalen Nominierung am 26. Mai. Die Partie gegen Belgien diente als Test für Spieler‑Form, Abstimmung in der Viererkette und die Balance zwischen Offensive und Stabilität.

(Photo by Gareth Evans/News Images)
Pochettino kommentierte nach der Partie: „Wenn wir da treffen, sprechen wir anders. 2:1 oder 3:1 für uns, wir bekommen das Ergebnis. Manchmal ist es gut, den Schmerz zu fühlen.“ Diese Erkenntnis dürfte in die Abwägung einfließen, wer das WM‑Aufgebot erhält und wer nicht.
Ausfälle und Systemfrage: Wer fehlte im Aufgebot?
Mehrere erwartete Stammkräfte fehlten: Innenverteidiger Chris Richards sowie Mittelfeldmotor Tyler Adams und Rechtsverteidiger Sergiño Dest standen verletzungsbedingt nicht zur Verfügung. Pochettino setzte Tim Weah als Außenverteidiger ein und rotierte personell, um die beste verfügbare Startelf zu testen. Diese Ausfälle erschwerten die Formation und werfen Fragen zur Kompaktheit der Abwehrreihe auf, die vor dem WM‑Start am 12. Juni gegen Paraguay in Los Angeles dringend geschlossen werden müssen.