USA mit Problemen: WM 2026 Gastgeber nach dem Testspiel-Debakel gegen Belgien

USMNT-Coach Pochettino sieht schwaches Testspiel wenige Wochen vor WM 2026

Die US‑Nationalmannschaft offenbarte bei der 2:5‑Niederlage gegen Belgien deutliche Schwächen im Defensivverbund und in der Spielkontrolle. Chefcoach Pochettino steht wenige Wochen vor der Nominierung des finalen 26‑Mann‑Aufgebots und nutzte das Testspiel im Mercedes‑Benz Stadium als Sichtungstag. Schwankende Leistung, Verletzten‑Ausfälle und Fragezeichen in der Offensive geben dem Übungsleiter harte Entscheidungen vor. Die Partie offenbart, welche Baustellen Pochettino bis zur Bekanntgabe des Kaders am 26. Mai adressieren muss.

Das nächste USA-Testspiel gegen Portugal wird am 1. April, um 1:00 Uhr (MESZ), angepfiffen

ST LOUIS, MISSOURI – JULY 2: United States players pose for a photo prior to the Gold Cup 2025: Semifinal round at Energizer Park on July 2, 2025 in St. Louis, Missouri. Kyle Rivas/Getty Images/AFP (Photo by Kyle Rivas / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / Getty Images via AFP)

Spielverlauf: Von Führung zur Pleite – Ballbesitz und Großchancen

Im Mercedes‑Benz Stadium führten die USA vor 66.867 Zuschauern durch ein Tor von Weston McKennie in der 39. Minute, als er eine Ecke von Antonee Robinson per Direktabnahme verwertete. Dennoch glich Belgien noch vor der Pause durch Zeno Debast aus; die Red Devils übernahmen in der zweiten Halbzeit das Kommando.

Mit Spielern wie Kevin De Bruyne und Jeremy Doku im Offensivspiel setzte Belgien die US‑Abwehr wiederholt unter Druck, was in einem frühen Treffer von Amadou Onana (52.) mündete. Trotz zwischenzeitlicher Paraden von Matt Turner und vereinzelter Großchancen geriet das Spiel aus Sicht der Gastgeber in ein offenes Defensiv‑Desaster und endete 2:5.

| 28 März 2026-21:30
USA
N U U S N
2 : 5
Endergebnis
Belgien
S U S U S
Weston McKennie
39'
P. Agyemang
87'
Z. Debast
45'
A. Onana
53'
C. De Ketelaere
59'
D. Lukébakio
68'
D. Lukébakio
82'

 

Einzelkritik: Pulisic, Turner, Robinson und McKennie

Christian Pulisic zeigte mehrmals seine Gefährlichkeit, blieb aber in entscheidenden Szenen glücklos. Er selbst zog Bilanz: „Wir haben in großen Phasen gut gespielt, aber es sind feine Margen. Ich muss etwas effektiver sein und auch verteidigen.“

Matt Turner rechtfertigte sein Comeback mit mehreren spektakulären Paraden, seine schwache Klärung führte jedoch zu einer abgepfiffenen Szene.

Antonee „Jedi“ Robinson kehrte nach Verletzung stark zurück und bereitete die Führung vor.

Weston McKennie bestätigte seine Präsenz im Mittelfeld, konnte die defensive Instabilität der Kugelabwehr aber nicht kompensieren.

Germany’s #16 Pascal Grofl and USA’s #08 Weston McKennie fight for the ball during the international friendly match between Germany and USA at Pratt & Whitney Stadium, in East Hartford, Connecticut, on October 14, 2023. (Photo by EDUARDO MUNOZ / AFP)

Bei der Heim-WM 2026 spielt USA in Gruppe D gegen Paraguay, Australien und Türkei/Kosovo.

Pochettino vor der Kader‑Entscheidung: Letzte Beobachtungen und Fragen

Der Chefcoach hat nur noch wenige Gelegenheiten für letzte Sichtungen vor der finalen Nominierung am 26. Mai. Die Partie gegen Belgien diente als Test für Spieler‑Form, Abstimmung in der Viererkette und die Balance zwischen Offensive und Stabilität.

US Trainer Mauricio Pochettino hofft auf eine erfolgreiche Heim-Weltmeisterschaft (Photo by Gareth Evans/News Images)
US Trainer Mauricio Pochettino hofft auf eine erfolgreiche Heim-Weltmeisterschaft
(Photo by Gareth Evans/News Images)

Pochettino kommentierte nach der Partie: „Wenn wir da treffen, sprechen wir anders. 2:1 oder 3:1 für uns, wir bekommen das Ergebnis. Manchmal ist es gut, den Schmerz zu fühlen.“ Diese Erkenntnis dürfte in die Abwägung einfließen, wer das WM‑Aufgebot erhält und wer nicht.

Ausfälle und Systemfrage: Wer fehlte im Aufgebot?

Mehrere erwartete Stammkräfte fehlten: Innenverteidiger Chris Richards sowie Mittelfeldmotor Tyler Adams und Rechtsverteidiger Sergiño Dest standen verletzungsbedingt nicht zur Verfügung. Pochettino setzte Tim Weah als Außenverteidiger ein und rotierte personell, um die beste verfügbare Startelf zu testen. Diese Ausfälle erschwerten die Formation und werfen Fragen zur Kompaktheit der Abwehrreihe auf, die vor dem WM‑Start am 12. Juni gegen Paraguay in Los Angeles dringend geschlossen werden müssen.

Schreibe einen Kommentar