FC Bayern: Hört Manuel Neuer-Zukunft zum Saisonende auf?

Das ist die große Frage beim Rekordmeister — und vorerst gibt es keine finale Antwort. Trainer Vincent Kompany kündigte überraschend an, dass Manuel Neuer kurzfristig wieder im Tor stehen wird und brach damit eine selbst auferlegte Regel, Aufstellungen nicht vorab zu verraten. Neuer hat zudem ein DFB-Comeback bei der anstehenden WM ausgeschlossen. Eine abschließende Entscheidung über seine Zukunft soll erst nach seinem 40. Geburtstag am 27. März in Gesprächen mit den sportlich Verantwortlichen fallen.

Manuel Neuer, vom FC Bayern München - bald Rentner? Foto Depositphotos.com
Manuel Neuer, vom FC Bayern München – bald Rentner? Foto Depositphotos.com

Kompany bricht Aufstellungs-Tabu: Neuer startet

In der Pressekonferenz vor dem Pokalspiel gegen RB Leipzig verriet Vincent Kompany, dass diesmal nicht Ersatztorhüter Jonas Urbig, sondern Stammtorwart Manuel Neuer zwischen den Pfosten stehen werde. Bislang hatte der belgische Übungsleiter solche Details strikt für sich behalten. Auf Nachfrage vor dem Bundesligaspiel in Bremen musste Kompany schmunzeln: „Vielleicht muss ich diese Regel ein bisschen anpassen. Ansonsten kommt diese Frage jetzt jede Woche.“ Er bestätigte nochmals klar: „Ich muss das eigentlich beantworten. Aber Manu steht morgen im Tor.“

Neuer-Zukunft: Entscheidung erst nach dem 40. Geburtstag

Die kurzfristige Einsatzplanung ist damit erledigt, doch die langfristige Zukunft des Weltmeisters von 2014 bleibt offen. Manuel Neuer hat nach dem Leipzig-Spiel ein Comeback in der Nationalmannschaft bei der WM ausgeschlossen. Konkrete Gespräche über seine Zukunft beim FC Bayern sollen laut Klub erst nach seinem 40. Geburtstag am 27. März stattfinden. Kompany betonte den taktischen und emotionalen Moment: „Ich habe im Moment den besten Torwart in Deutschland im Tor. Ich bin wirklich glücklich – und möchte diesen Moment leben.“

Kompany, Freund und Eberl: Wer trifft die Entscheidung?

Auf Bayern-Seite haben mehrere Instanzen Gewicht bei der anstehenden Entscheidung: Sportvorstand Max Eberl, Sportdirektor Christoph Freund und Neuer selbst sollen den richtigen Zeitpunkt für Gespräche bestimmen. Kompany erläuterte die interne Haltung zu älteren Spielern: „Bei Spielern in einem gewissen Alter, sagen wir ab 34 Jahren, stoppt man damit, frühzeitig über die nächste Saison zu sprechen.“ Gleichzeitg verwies er auf die sportliche Lage an der Säbener Straße mit Einsätzen in Bundesliga, DFB-Pokal und Champions League — Energien will der Coach derzeit lieber auf das aktuelle Wettbewerbsprogramm konzentrieren.