Thomas Müller hat seinen Vertrag bei den Vancouver Whitecaps bis Ende 2026 verlängert – und spricht offen über ein mögliches Karriereende im Jahr 2026. Die DFB-Legende, die nach dem Abschied vom FC Bayern und der Säbener Straße im vergangenen Sommer nach Kanada wechselte, betont, dass sein körperlicher Zustand und der Spaß am Spiel entscheiden werden. Im Gespräch mit der „Welt“ räumte Müller ein, dass die Vorsaison Spuren hinterlassen habe und dass er erst beobachten müsse, wie er sich fühlt. Für Fans bleibt die Frage: Bedeutet das Arbeitspapier bis 2026 zugleich das Ende seiner Profi-Laufbahn?

Vertragslage: Arbeitspapier und Option bis Ende 2026
Nachdem der FC Bayern dem Routinier keinen neuen Vertrag angeboten hatte, unterschrieb Müller bei den Vancouver Whitecaps – zunächst nur für sechs Monate. Weil er sich schnell zum Leistungsträger entwickelte, aktivierten Verein und Spieler die Option zur Vertragsverlängerung. Die nun geltende Vertragsdauer läuft demnach bis Ende 2026; damit ist die formale Basis für eine mögliche letzte Profi-Saison gelegt.
Karriereende 2026: Müllers Überlegungen
Müller macht deutlich, dass er das Ende seiner aktiven Laufbahn nicht kategorisch ausschließt. „Was macht der Körper auf dieser ganzen Reise? In der Vorsaison habe ich mich hinten raus etwas durchgeschleppt“, sagte er der „Welt“ und stellt damit sein körperliches Befinden in den Mittelpunkt der Entscheidung. Gleichzeitig betont er, dass er sich nicht unnötig festlegen will: „Wie schon immer in meinem Leben lege ich mich nicht unnötig fest“ und beschreibt den Entscheidungsprozess als noch nicht ausgegoren.
Sportlicher Alltag in der MLS und die Bedeutung des Play-off-Modus
Für Müller beginnt am 22. Februar die erste komplette MLS-Saison mit dem regulären Ligabetrieb – ein anderer Rhythmus als in Europa. Er kritisiert den Play-off-Modus, weil der Meister nicht über die reguläre Tabelle, sondern über K.-o.-Runden ermittelt wird; 18 der 30 Teams qualifizieren sich für diese Phase. „Ich muss beobachten, wie ich das empfinde“, sagte Müller und verweist damit auf die sportliche und psychologische Anpassung an den nordamerikanischen Spielbetrieb.