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Marokko holt sechs neue Spieler für WM 2026
In nur 13 Tagen wechselten 6 junge Profis ihre Spielberechtigung zu Marokko. Die A-Nationalmannschaft Marokkos von Trainer Mohamed Ouahbi reagiert damit gezielt auf die Chancen des WM-Zyklus und bindet Talente aus der Diaspora. Zu den Neuzugängen gehören Rayane Bounida (Ajax) und fünf weitere Junioren aus belgischen und niederländischen Akademien. Bounida steht bereits in der A‑Nationalmannschafts‑Nominierung für die Testspiele gegen Ecuador und Paraguay.

Sechs Verbandswechsel binnen 13 Tagen
Marokko zog zuletzt konsequent an einem Strang: Rayane Bounida (20, Ajax Amsterdam), Saif Eddien Lazar (19, Jong Genk), Benjamin Khaderi (18), Sami Bouhoudane (18, beide Jong PSV), Ayoub Ouarghi (18, Feyenoord Rotterdam) und Oualid Agougil (20, FC Utrecht) erklärten ihren Wechsel zur marokkanischen Nationalmannschaft. Die Spieler geben damit ihre bisherigen Einsätze für Junioren‑Auswahlteams anderer Verbände auf und sichern sich die Spielberechtigung für die marokkanischen Auswahlmannschaften.
Marokko März-Testspiele vor der WM 2026
Zwei Tests, einmal Südamerika, einmal nochmal Südamerika. Marokko testet im März vor der WM 2026 gegen Ecuador und Paraguay, um sich gezielt auf unterschiedliche Spielstile einzustellen.
WM 2026 Gruppe C Spielplan Marokkos
Brasilien, Schottland und Haiti lauten Marokkos Gegner bei der Weltmeisterschaft 2026 in der Gruppenphase. Nach dem WM 2022 Halbfinaleinzug tritt die marokkanische Nationalmannschaft nicht mehr als Außenseiter, sondern als ernstzunehmende Größe auf der Weltbühne an.
Marokkos Strategie: Diaspora scouten und früh binden
Die Kaderpolitik setzt auf frühzeitige Identifikation und Nominierung. Marokko nutzt sein Netzwerk in Europa, um Talente mit marokkanischen Wurzeln zu kontaktieren und zu integrieren.
Das ist das Marokko WM 2026 Trikot von Puma:

Als strukturelles Rückgrat dient die königliche Mohammed‑VI‑Akademie, die bereits Spieler wie Youssef En‑Nesyri, Nayef Aguerd, Azzedine Ounahi und Yassir Zabiri hervorgebracht hat. Gleichzeitig verweist Ouahbi, der die U‑20 zum WM‑Titel führte und nun die A‑Mannschaft übernimmt, auf die Ambitionen: „Wir wollen nicht bis zur WM 2030 warten, um Weltmeister zu werden, Marokko wird es 2026 versuchen.“
Direkte Folgen: Nominierungen und Perspektiven
Bounida wurde für die Freundschaftsspiele gegen Ecuador und Paraguay in den Kader der A‑Nationalmannschaft berufen und könnte dort erste Einsatzminuten sammeln.
Für die anderen Neuzugänge eröffnet der Verbandswechsel Wege in die marokkanischen Junioren‑ und A‑Kader, mit möglichen Perspektiven für die Qualifikationsturniere und die WM‑Vorbereitung. Gleichwohl bedeutet ein Wechsel auch sportliche Entscheidungen: Spieler verzichten auf Einsätze für U‑Nationalteams anderer Verbände zugunsten einer langfristigen Bindung an Marokko.
Weitere Kandidaten aus Europa
Weitere Talente stehen auf Marokkos Radar. Ayyoub Bouaddi (OSC Lille) spielt derzeit für Frankreichs U21 und erwägt einen Wechsel zur marokkanischen Auswahl. Auch Thiago Pitarch (Real Madrid/ U19 Spaniens), dessen Großmutter marokkanischer Herkunft ist, zählt zu den potenziellen Neuzugängen. Solche Entscheidungen hängen von Nominierungen, Beratungen durch Berater und Familien sowie der Aussicht auf Einsatzzeiten in den Nationalteams ab. Marokko hofft, durch aktive Ansprache die Chancen auf einen konkurrenzfähigen Kader für 2026 zu erhöhen.

WM 2030: Marokko als Teil eines Mega-Gastgeberfeldes
Marokko wird bei der WM 2030 erstmals als Gastgeber auftreten – gemeinsam mit Spanien und Portugal sowie mit Auftaktspielen in Uruguay, Argentinien und Paraguay. Das Jubiläumsturnier ab dem 8. Juni 2030 wird zur globalen Mega-Bühne, auf der Marokko sportlich und wirtschaftlich weiter an Bedeutung gewinnen will.