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Joachim Löw: Ex-Bundestrainer positioniert sich in Kimmich-Debatte
Der ehemalige Bundestrainer Jogi Löw spricht sich deutlich dafür aus, Joshua Kimmich in der Nationalmannschaft als rechten Verteidiger einzusetzen. Beim FC Bayern, an der Säbener Straße, ist Kimmich hingegen meist als Sechser im Mittelfeld gesetzt. Löw betont, Kimmich spiele auf beiden Positionen „auf Weltklasse-Niveau“ und unterstützt damit die Planungen von DFB-Chefcoach Julian Nagelsmann.

Löw unterstützt Nagelsmanns Konzept
Joachim Löw sieht die aktuelle Rollenverteilung im DFB-Team pragmatisch: „Momentan würde ich sagen: Da wir im zentralen Mittelfeld Spieler haben, die das Niveau haben, um ganz nach oben zu kommen, ist Joshua rechts auf der richtigen Position“, sagte der 66-Jährige der Sport Bild. Damit begründet Löw seine Zustimmung mit der vorhandenen Qualität im Mittelfeldzentrum und der gleichzeitig bestehenden Schwäche auf der Rechtsverteidiger-Position.
Die Aussage unterstreicht, dass Löw Nagelsmanns taktische Ausrichtung und Kaderplanung befürwortet. Gleichzeitig betont er die Vielseitigkeit Kimmichs und die taktische Flexibilität, die der Kapitän dem DFB-Kader bietet.
Kimmichs Rollenwechsel: Klub gegen Nationalmannschaft
Beim FC Bayern agiert Joshua Kimmich überwiegend als Sechser; im Nationalteam plant Julian Nagelsmann ihn als rechten Verteidiger ein. Löw erinnert daran, dass Kimmich unter ihm als Rechtsverteidiger debütierte und sich im Laufe der Zeit auch im Mittelfeld etabliert hat. „Ich glaube, dass Joshua aktuell auf jeder der beiden Positionen auf Weltklasse-Niveau spielt“, so Löw.
Die Diskussion dreht sich damit weniger um die Qualität des Spielers als um die optimale Aufstellung für die Nationalmannschaft – Stichworte sind Kaderbalance, Spielsystem und die Besetzung der defensiven Außenbahn.
Spielplan der Deutschland WM Gruppe E
Tabelle der Deutschland WM Gruppe E
Bewertung der Nominierten: Goretzka und Pavlovic
Außerdem äußerte sich Löw zur Nominierung von Leon Goretzka, der beim FC Bayern derzeit keinen festen Stammplatz hat. „Seine Nominierung verstehe ich. Leon ist gut, er ist ein Spieler, von dem man Stabilität erwarten darf“, sagte Löw und ergänzte, dass auf Goretzka Verlass sei. Er sehe Goretzka als verlässliche Option für die WM-Aufstellung.
Zu Aleksandar Pavlovic sagte Löw: „Pavlovic ist auch sehr gut, keine Frage.“ Damit hebt Löw hervor, dass es im Bayern-Kader mehrere Kandidaten gibt, die Qualität bringen und Notfall-Alternativen darstellen. Gerade bei den Münchnern seien Spieler gefragt, die bei Bedarf gleichwertig ersetzt werden könnten.