Weltmeister Klinsmann, Häßler und Reuter glauben an Deutschlands Chance bei der WM 2026

Die 1990-Weltmeister trauen dem DFB-Team den Titel bei der WM 2026 zu. Jürgen Klinsmann sagt klar: „Qualitativ kann Deutschland Weltmeister werden in diesem Sommer in den USA“ und sieht in der aktuellen Auswahl eine hochqualitative Mannschaft mit großer Leidensfähigkeit und Zusammenhalts-Potential. Zum Start einer neuen Dokumentation über den Triumph von 1990 erinnerten die Ex-Profis an die Bedeutung von Teamgeist, Stimmung und der richtigen Führung. Die Stimmen aus dem Titeljahr machen deutlich: Es hängt vor allem von der Mannschaft selbst ab, wie weit sie kommen kann.

Die deutschen Spieler posieren vor dem Fußballspiel der Qualifikationsrunde zur Weltmeisterschaft 2026 in der Gruppe A der Europa-Zone zwischen Luxemburg und Deutschland im Luxemburger Stadion in Luxemburg am 14. November 2025 für ein Gruppenfoto. (Foto: JOHN THYS / AFP)
Die deutschen Spieler posieren vor dem Fußballspiel der Qualifikationsrunde zur Weltmeisterschaft 2026 in der Gruppe A der Europa-Zone zwischen Luxemburg und Deutschland im Luxemburger Stadion in Luxemburg am 14. November 2025 für ein Gruppenfoto. (Foto: JOHN THYS / AFP)

Klinsmann: „Es hängt nur von ihnen selbst ab“

Jürgen Klinsmann, Stürmer der Weltmeister-Elf von 1990 und später Bundestrainer, glaubt an die Chance der Nationalelf bei der WM 2026. Er betont die Qualität der Mannschaft und stellt die Leidensfähigkeit und den Zusammenhalt als entscheidende Faktoren heraus: „Ich denke, wir haben eine absolut hochqualitative Mannschaft, die mit allen mitreden kann. Es hängt nur von ihnen selbst ab, wie weit sie gehen wollen, wie weit sie leidensfähig sind, wie weit sie zusammenhalten.“ Gleichzeitig verweist Klinsmann darauf, dass die Spieler die Verantwortung tragen, intern die richtige Stimmung und das nötige Leistungsniveau aufzubauen.

Dokumentation erinnert an 1990er-Teamgeist

Diese Woche läuft eine Dokumentation über den deutschen WM-Triumph von 1990 in den Kinos, die viele Protagonisten von damals zu Wort kommen lässt. Die Film-Premiere diente als Anlass für die ehemaligen Spieler, Parallelen zur aktuellen Nationalmannschaft zu ziehen und hervorzuheben, dass Teamgeist und gemeinsames Zielbewusstsein Schlüssel zum Erfolg waren. Die Erinnerungen im Film unterstreichen, dass nicht nur individuelle Klasse, sondern vor allem die kollektive Einstellung den Unterschied macht.

Häßler mahnt: „Ego hinten anstellen“

Thomas Häßler appelliert an die aktuelle Auswahl, persönliche Eitelkeiten zurückzustellen: „Wenn alle zusammenhalten, wenn jeder sein Ego hinten anstellt, kann man vieles erreichen.“ Er sieht dieselbe Grundvoraussetzung auch für das kommende Turnier und ist überzeugt, dass aus Zusammenhalt echter Titelanspruch erwachsen kann. Häßler hebt dabei die Bedeutung einer guten Stimmung innerhalb der Mannschaft hervor, die sich aus gegenseitigem Respekt und Verlässlichkeit speist.

Reuter: Beckenbauers Mischung und Völlers Rolle

Stefan Reuter erinnert an die Führung von Franz Beckenbauer 1990 und hebt dessen Gespür für die Balance zwischen Strenge und Nachsicht hervor: Entscheidend sei „die Kunst zu wissen, wann du Gas geben musst und wann du locker sein kannst“. Aus diesem Grund setzt Reuter im Hinblick auf die WM 2026 auch auf DFB-Sportdirektor Rudi Völler, der 1990 in Italien eine wichtige Rolle auf dem Platz innehatte. Reuter glaubt, dass Völler auch diesmal eine bedeutende Funktion im Umfeld der Nationalmannschaft übernehmen wird.

WM 2026 als große Chance für die DFB-Elf

Für die deutsche Nationalmannschaft bietet die WM 2026 in den USA, Mexiko und Kanada die nächste Gelegenheit, nach schwierigen Turnieren wieder um den Titel mitzuspielen. In der Gruppenphase trifft das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann auf Ecuador, die Elfenbeinküste und Curaçao – eine Konstellation, die Chancen auf das Weiterkommen bietet, aber zugleich unangenehme Aufgaben bereithält. Stimmen aus der Weltmeister-Generation von 1990 betonen dabei vor allem die Bedeutung von Teamgeist, Führung und mannschaftlicher Geschlossenheit – Faktoren, die auch im modernen Turnierfußball entscheidend bleiben.

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