WM 2026: DFB-Quartier sorgt für Diskussionen – Wontorra mit Zweifel an Winston-Salem

Das geplante DFB-Quartier für die WM 2026 in Winston‑Salem sorgt für Diskussionen

MagentaTV-Moderatorin Laura Wontorra äußerte nach einem Besuch deutliche Zweifel an der Auswahl des Standorts und sprach von einem „Fragezeichen“. Das Quartier wirke von außen wie eine abgeschlossene Campus‑Anlage, wenig Freizeitangebote neben einem Golfplatz und eine starke Abschottung seien kritische Punkte. Ex‑Profis wie Mats Hummels und Thomas Müller vergleichen die Situation mit dem legendären Campo Bahia und betonen, dass Gemeinschaft und Teamspirit für den sportlichen Erfolg entscheidend seien. Gleichzeitig zeigen sich die Gesprächspartner offen, sich von der Infrastruktur und Organisation überzeugen zu lassen. MagentaTV zeigt alle 104 WM-Spiele live.

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Wontorra zweifelt an Wahl: Winston‑Salem als DFB‑Quartier

Laura Wontorra berichtete, sie sei in Winston‑Salem gewesen und würde „ein Fragezeichen hinterpacken“ bei der Auswahl des Quartiers, das die deutsche Nationalmannschaft beziehen wird. JBK merkte an, dass der Komplex von außen beinahe wie eine Ivy‑University: ruhig, akademisch, auf Konzentration ausgelegt. Solche Beschreibungen werfen Fragen zur Eignung als zentrales Trainingslager auf, vor allem hinsichtlich Atmosphäre, Mannschaftsleben und Erreichbarkeit.

Debatte um Abschottung und Freizeitangebote

Im Gespräch mit Johannes B. Kerner und weiteren Gästen thematisierte Wontorra die begrenzten Freizeitmöglichkeiten vor Ort. Neben einem Golfplatz gebe es offenbar wenige Angebote, die den Spielerinnen und Spielern Ablenkung oder gesellschaftliche Abwechslung bieten könnten. Thomas Müller wies darauf hin, dass an manchen Camps Spielerfrauen und Begleitungen extra eingeflogen wurden, was bei der Wahl des Quartiers ebenfalls eine Rolle spielen kann. Dennoch bleibt offen, inwieweit Abschottung tatsächlich negativ wirkt: Für die Vorbereitung kann Ruhe auch ein Vorteil sein.

Deutschlands Sommer-Testspiele vor der WM 2026

Deutschlands letzte WM-Tests stehen fest: Am 31. Mai geht es gegen Finnland, am 6. Juni folgt der Härtetest gegen Gastgeber USA.

Länderspiele
31 Mai 2026
- 20:45
Deutschland
4 0
Finnland
Länderspiele
6 Juni 2026
- 20:30
USA
- -
Deutschland

Campo Bahia als Referenz für Teamspirit

Mats Hummels zog den Vergleich zur WM 2014 und dem damaligen Quartier Campo Bahia, das er für „eine großartige Zeit“ und eine wichtige Komponente des Erfolgs hält. Er betonte mehrfach, wie entscheidend gemeinsames Zeitverbringen und ein positiver Spirit innerhalb der Mannschaft seien: Genau das habe Campo Bahia erzeugt. Hummels forderte, dass das künftige Trainingslager nicht nur infrastrukturell, sondern auch als sozialer Treffpunkt funktionieren müsse, damit Teamdynamik und Zusammenhalt entstehen.

Reaktionen von Ex‑Profis und Moderatoren

Johannes B. Kerner und die weiteren Gesprächspartner zeigten sich neugierig und offen: „Wir lassen uns gerne überzeugen“, sagte Kerner, nachdem Wontorra die Zweifel formuliert hatte. Auch Jürgen Klopp und andere Stimmen kommentierten kurz, dass das Konzept interessant klinge, allerdings müsse man die tatsächliche Umsetzung vor Ort prüfen. Insgesamt überlagert die Diskussion die rein logistische Frage der Auswahl: Infrastruktur, Freizeitangebote und die Förderung von Teamspirit stehen nun im Fokus der öffentlichen Debatte.