Frankreichs WM 2026 Kader mit 3 Bundesliga-Spieler

Frankreichs Trainer Didier Deschamps hat seinen 26-köpfigen WM-Kader für das Turnier in den USA, Mexiko und Kanada bekanntgegeben. Für Frankreich fahren auch die früheren Bundesliga-Profis Jean-Philippe Mateta und Maxence Lacroix zur Endrunde, während Randal Kolo Muani und Eduardo Camavinga außen vor bleiben. Aus der Bundesliga sind zudem mit Michael Olise und Dayot Upamecano zwei aktuelle Bayern-Profis dabei.

Frankreichs WM 2026 Kader mit 3 Bundesliga-Spieler
Frankreichs WM 2026 Kader mit 3 Bundesliga-Spieler

„Es sind nicht unbedingt die 26 Besten“, sagte Deschamps über seine Auswahl und machte deutlich, worauf es ihm ankommt: „Es geht um Ausgewogenheit, um Kombinationen. (…) Manche werden gar nicht spielen, andere nur wenig. Das Ziel ist es, dabei niemanden zu verlieren. Man braucht menschliche Fähigkeiten, um solche Momente zu überstehen.“ Zur Offensive ergänzte der Équipe-Tricolore-Coach: „Auch die anderen Mannschaften haben sehr gute Stürmer. Ich kann sie nicht alle mitnehmen. Deshalb ist Mateta dabei, der ein anderes Profil als die anderen Spieler hat.“ Über Michael Olise erklärte Deschamps, der Münchner habe bei ihm „einen ziemlich schwierigen Start“ gehabt, inzwischen sei es aber keine Frage mehr, ob er zur WM fährt. „Manchmal braucht es Zeit, Unterstützung, eine menschliche Komponente.“

Mateta überzeugt, Kolo Muani verpasst den Sprung

Der frühere Mainzer Mateta, seit 2022 bei Crystal Palace unter Vertrag, sammelte im Herbst 2023 seine ersten drei Länderspieleinsätze in der WM-Qualifikation und traf dabei gegen Island beim 2:2 sowie gegen Aserbaidschan beim 3:1 jeweils erstmals für Frankreich. Den März-Lehrgang verpasste der 28-Jährige wegen Knieproblemen, die auch seinen geplanten Wechsel zur AC Mailand scheitern ließen, sodass er bei den Testspielen gegen Brasilien, das Frankreich 2:1 gewann, und Kolumbien, das mit 3:1 besiegt wurde, fehlte.

Hinter Mateta blieb auch der frühere Frankfurter Randal Kolo Muani ohne Ticket für die WM. Der 27-Jährige steckt mit Tottenham Hotspur im Abstiegskampf der Premier League. Bei den März-Länderspielen gehörte er noch zum Kader und kam gegen Kolumbien als Joker zum Einsatz. Der einstige Wolfsburger Innenverteidiger Lacroix wiederum ist bei Crystal Palace in dieser Saison unumstrittener Stammspieler.

Sechs Ex-Bundesliga-Profis im Aufgebot, Camavinga wird gestrichen

Insgesamt umfasst Frankreichs WM-Auswahl sechs ehemalige Bundesliga-Profis. Neben Mateta, Lacroix und dem früheren Dortmunder und Ballon-d’Or-Sieger Ousmane Dembélé stehen auch der ehemalige Münchner Lucas Hernández, die früheren Gladbacher Marcus Thuram und Manu Koné im Kader. Koné sagte laut „RMC Sport“: „Ich bin sehr stolz, nominiert worden zu sein. Ich hoffe, wir werden einen sehr guten Konkurrenzkampf haben, insbesondere für den Trainer.“

Für eine Überraschung sorgte Deschamps mit dem Verzicht auf Real-Madrid-Profi Eduardo Camavinga. Der 23-Jährige habe „eine schwierige Saison“ hinter sich, in der er verletzungsbedingt weniger zum Einsatz gekommen sei, erklärte der Coach. „Er ist noch jung. Ich muss Entscheidungen treffen, die Kaderzusammenstellung festlegen. Aber ich kann mir seine Enttäuschung heute Abend gut vorstellen.“ Camavinga ist nach den verletzten Hugo Ekitiké und Jérémy Jacquet mit einem Marktwert von 50 Millionen Euro der drittwertvollste französische Akteur, der den Sprung in den WM-Kader verpasst.

Herzstück und Hoffnungsträger bleibt Kylian Mbappé. Der 27-Jährige stand in den vergangenen Monaten immer wieder wegen Verletzungspausen im Fokus. Nach erneuten Knieproblemen im Frühjahr fiel der Real-Stürmer zuletzt wegen eines Muskelfaserrisses aus, soll aber nach der am Donnerstagabend verbreiteten Nachricht im Ligaspiel gegen Oviedo an diesem Donnerstag um 21.30 Uhr wieder in den Kader zurückkehren. Wegen der Ausfälle ist der Superstar in diesem Kalenderjahr nicht der treffsicherste Franzose: Dembélé kommt seit Januar auf 15 Tore und liegt damit vor Mbappés zwölf Treffern, während Olise vom FC Bayern ebenfalls zwölfmal getroffen hat, dafür aber acht Partien mehr benötigt hat. Bei Dembélé sind es in diesem Zeitraum sieben Spiele mehr als bei Mbappé.

Frankreichs WM 2026 Kader

Tor: Mike Maignan (AC Mailand), Brice Samba (Stade Rennes), Lucas Chevalier (LOSC Lille)

Abwehr: Jules Koundé (FC Barcelona), Benjamin Pavard (Inter Mailand), Dayot Upamecano (Bayern München), Ibrahima Konaté (FC Liverpool), William Saliba (FC Arsenal), Castello Lukeba (RB Leipzig), Jean-Clair Todibo (West Ham United), Loïc Badé (FC Sevilla), Clément Lenglet (Atlético Madrid), Théo Hernandez (AC Mailand), Lucas Digne (Aston Villa), Malo Gusto (FC Chelsea)

Mittelfeld: Aurélien Tchouaméni (Real Madrid), Adrien Rabiot (Olympique Marseille), Warren Zaïre-Emery (Paris Saint-Germain), Youssouf Fofana (AC Mailand), Manu Koné (AS Rom)

Angriff: Kylian Mbappé (Real Madrid), Ousmane Dembélé (Paris Saint-Germain), Marcus Thuram (Inter Mailand), Bradley Barcola (Paris Saint-Germain), Michael Olise (Bayern München), Désiré Doué (Paris Saint-Germain), Jean-Philippe Mateta (Crystal Palace), Christopher Nkunku (FC Chelsea)