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WM 2026 Testspiel: Deutschland gewinnt 4:3 in Basel
Florian Wirtz entscheidet das Test-Länderspiel gegen die Schweiz quasi im Alleingang. Der Mittelfeldspieler erzielte zwei Traumtore und bereitete zwei weitere Treffer vor, war damit an allen deutschen Toren beteiligt. Trotz des Sieges offenbarte die DFB-Abwehr wiederholt Schwächen, die Bundestrainer Julian Nagelsmann Kopfzerbrechen bereiten. 79 Tage vor dem WM-Start in Houston testete Nagelsmann seine angedachte Stammformation im St. Jakob-Park.

Wirtz entscheidet: Deutschland gewinnt 4:3
Florian Wirtz avancierte in Basel zum matchentscheidenden Akteur. Er traf in der 61. Minute mit einem ansatzlosen Schuss aus halblinker Position, der im Winkel landete, und setzte mit einem weiteren Geniestreich in der 86. Minute den Schlusspunkt. Dazwischen lieferte er die Vorlagen zum Führungstor durch Jonathan Tah (26.) und zum Ausgleich durch Serge Gnabry kurz vor der Pause (45.+2). Vor den Augen von Ex-Bundestrainer Joachim Löw zeigte Wirtz sowohl Abschluss- als auch Spielübersicht und war direkt an allen vier Treffern der deutschen Mannschaft beteiligt.
Brisante Abwehrprobleme und Nagelsmanns WM-Plan
Gleichzeitig offenbarten sich defensive Mängel: Wiederholte Fehlpässe und Unordnung in der Rückwärtsbewegung ermöglichten den Schweizern einfache Zugänge zum Strafraum. Julian Nagelsmann äußerte deutlich, dass das heutige Pflichtziel das „Einspielen“ für die WM sei und stellte klar, dass die in Basel getestete Elf die Basis für das Turnier bilden solle – mit „zwei, höchstens drei Änderungen“. Namen, die dabei noch fehlten, sind Jamal Musiala und Aleksandar Pavlovic, deren Abwesenheit Nagelsmann bewusst werden ließ.
Spielverlauf: Tore, Wendungen und Schlüssel-Szenen
Das St. Jakob-Park-Spiel nahm früh Fahrt auf: Leroy Sané verpasste die erste Großchance nach einem Zuspiel von Wirtz (3.), Kai Havertz scheiterte später an Gregor Kobel nach erneutem Zuspiel des Kreativspielers. Die Schweizer nutzten ihre erste echte Gelegenheit: Nach einem Fehlpass von Nico Schlotterbeck leitete Granit Xhaka die Unordnung ein, Dan Ndoye nutzte die Lücke und traf zum 1:0 (17.).
Jonathan Tah glich per Kopf nach einer kurz ausgeführten Ecke aus, die Wirtz an den zweiten Pfosten zirkelte (26.). Breel Embolo brachte die Gastgeber erneut in Führung (41.), doch Serge Gnabry traf mit dem Pausenpfiff zum 2:2 (45.+2). In der zweiten Halbzeit erzielte Wirtz die Führung (61.), Joël Monteiro verkürzte für die Schweiz (79.), ehe Wirtz mit seinem zweiten Treffer den 4:3-Endstand markierte (86′). Schiedsrichter: C. Kavanagh. Halbzeitstand war 2:2.
WM 2026 Testspiele am 27. und 28. März 2026
Wechsel, Debüt und taktische Beobachtungen
Beide Teams hatten vereinbart, bis zu elf Wechsel zu nutzen, was das Spielgeschehen nach der Pause veränderte. Nagelsmann setzte personell auf eine Formation, in der Serge Gnabry die Zehner-Position übernahm und Kai Havertz als zentrale Spitze agierte; Angelo Stiller, nachnominiert, gab den defensiven Sechser neben Leon Goretzka.
Taktisch fielen die effizienten Standards auf: Ein kurz ausgeführter Eckball führte zu Tahs Kopfballtreffer. Positiv bewertbar waren Gegenpressing und Umschaltspiel der DFB-Elf, zugleich blieben die wiederholten Fehlpässe in der Defensive ein Warnsignal vor dem WM-Start. Debütant Lennart Karl kam als Joker zum Einsatz, doch letztlich entschied Wirtz mit zwei Einzelaktionen die Begegnung zugunsten der deutschen Mannschaft.