DFB-Kader vor WM 2026: Nagelsmann plant harte Einschnitte

Julian Nagelsmann hat für seine WM-Nominierung unpopuläre Entscheidungen angekündigt und sorgt damit bereits vor der offiziellen Verkündung für Diskussionen. Am Donnerstag, den 18. März 2026, stellt der Bundestrainer um 11.00 Uhr im Rahmen einer DFB-Mitarbeiterversammlung sein Aufgebot für das kommende Länderspielfenster sowie die Planungen für den Sommer in Nordamerika vor.

Für einige Wackelkandidaten beginnt damit ein nervenaufreibender Vormittag: Bis 14.00 Uhr könnte ihr Traum von der WM 2026 platzen. Nagelsmann selbst rechnet mit Kritik – und stellt klar, dass er klare Prioritäten bei Rollenverteilung und Teamstruktur setzt.

Umstrittene Entscheidungen bewusst eingeplant

Der Bundestrainer kündigte bereits an, dass nicht alle Entscheidungen auf Zustimmung stoßen werden: „Es wird Entscheidungen geben, die vermutlich nicht auf supergroßes Verständnis stoßen – weder bei Spielern noch in der breiten Öffentlichkeit.“

Dabei will Nagelsmann bewusst nicht nur nach Vereinsform gehen. Auch etablierte Stammspieler könnten außen vor bleiben, wenn sie nicht optimal ins Gefüge passen. Erste Auswirkungen könnten bereits bei den Testspielen gegen die Schweiz (27. März, Basel) und Ghana (30. März, Stuttgart) sichtbar werden.

Diese Namen stehen im Fokus

Seit einem Interview mit dem kicker wird intensiv spekuliert, wen es treffen könnte. Als mögliche Streichkandidaten gelten unter anderem Said El Mala, Lennart Karl sowie mehrere Spieler aus Stuttgart – darunter Maximilian Mittelstädt, Jamie Leweling und Angelo Stiller. Auch Nick Woltemade und Niclas Füllkrug werden in diesem Zusammenhang genannt.

Gleichzeitig betonte Nagelsmann, dass der aktuelle Kader bereits stark in Richtung WM-Aufgebot gehen soll. Größere Änderungen seien vor allem bei Verletzungen oder unerwarteten Leistungssprüngen denkbar.

Rollenverteilung als Schlüsselthema

Ein zentraler Punkt bleibt für Nagelsmann die Rollenakzeptanz innerhalb des Teams. „Du musst extrem darauf achten, wie ein Spieler damit umgeht, wenn er bei uns Kaderplatz 15 oder 16 ist, obwohl er im Verein zu den Top-Spielern zählt.“

Deshalb plant er zeitnah persönliche Gespräche mit den Spielern. Das kommende WM-Camp im US-amerikanischen Winston-Salem beschreibt er als „super-komplex“ – sechs Wochen Nationalmannschaft entsprächen für ihn „sechs Monaten Vereinsfußball“. Unzufriedenheit im Kader will er dort unbedingt vermeiden.

Undav offenbar gesetzt

Eine Personalie scheint dagegen bereits geklärt: Deniz Undav dürfte im Kader stehen. Der Stürmer zeigt sich aktuell in starker Form und reagierte auf Nachfragen mit einem vielsagenden Lächeln: „Vielleicht hatten wir schon Kontakt – vielleicht auch nicht.“ Immerhin eine Baustelle weniger in einem Kader, der ansonsten noch für reichlich Gesprächsstoff sorgen dürfte.