Marc-André ter Stegen droht laut Stefan Effenberg die Teilnahme an der Fußball-Weltmeisterschaft zu verpassen. Nach einer erneuten Oberschenkelverletzung und anschließender Operation rechnet der t-online-Experte nicht mehr damit, dass der Nationaltorwart rechtzeitig fit wird. Ter Stegen, vom FC Barcelona an FC Girona ausgeliehen, wird mehrere Monate ausfallen und damit wichtige Vorbereitungszeit verlieren. Effenberg fordert deshalb Klarheit vom Bundestrainer über die Nummer eins im DFB-Tor.

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Effenberg: WM-Teilnahme für ter Stegen ausgeschlossen
Stefan Effenberg sagt unmissverständlich: „Das Thema Fußbal-WM ist für ihn jetzt wohl durch.“ Mit Blick auf den Turnierstart in fünf Monaten hält er einen späten Comeback-Versuch für unrealistisch: „Der Wunsch, es doch noch zu schaffen, wird in diesem kurzen Zeitraum für ihn wohl nicht in Erfüllung gehen.“ Effenberg bewertet die Situation als schweren Rückschlag für ter Stegen sowohl für die laufende Saison als auch für dessen weitere Karriere.
Verletzung, Operation und erwartete Ausfallzeit
Ter Stegen hatte sich in seinem zweiten Einsatz für Girona eine Oberschenkelverletzung zugezogen und musste sich am Freitag einem operativen Eingriff unterziehen. Der ausgeliehene Schlussmann vom FC Barcelona wird laut Angaben mehrere Monate ausfallen und damit längere Reha- und Aufbauphasen durchlaufen müssen. Diese Ausfallzeit betrifft Muskulatur, Mannschaftstraining und Einsatzpraxis – Faktoren, die entscheidend für eine Rückkehr auf internationales Niveau sind.
Nagelsmann in der Pflicht: Wer wird die Nummer eins?
Effenberg sieht nun Bundestrainer Julian Nagelsmann in der Verantwortung, klare Verhältnisse zu schaffen: „Nagelsmann wird sich jetzt zu Wort melden müssen – spätestens, wenn nach der OP weitere Details zur Ausfallzeit endgültig feststehen.“ Er betont, dass die Entscheidung über den Stammtorwart eigentlich in den anstehenden Länderspielen im März fallen sollte, diese Aufgabe Nagelsmann durch ter Stegens Verletzung aber nun abgenommen worden sei.
Oliver Baumann als klarer Kandidat
Als logische Alternative nennt Effenberg Hoffenheims Oliver Baumann: „Wenn Oliver Baumann fit bleibt und seine starken Leistungen aus der laufenden Saison bestätigt, spricht gar nichts dagegen, mit ihm als deutscher Nummer eins im Tor in die WM zu gehen.“ Der 57‑Jährige lobt Baumanns Zuverlässigkeit und Loyalität und verweist auf die Statistiken: Mit 23 Gegentoren kassiert Baumann derzeit die drittwenigsten Treffer in der Bundesliga. „Mit ihm hat die DFB‑Elf einen sicheren Rückhalt,“ so Effenberg.