Fifa-Präsident Gianni Infantino setzt sich für die Rückkehr russischer Teams in internationale Wettbewerbe ein und erntet Kritik von der Ukraine. In einem Interview äußerte er, dass das bestehende Verbot kontraproduktiv sei und mehr Frustration sowie Hass hervorgebracht habe. Infantino fordert, dass zumindest Jugendmannschaften wieder teilnehmen dürfen. Die Fifa und die UEFA hatten russische Teams aufgrund der geopolitischen Situation ausgeschlossen, doch diese Entscheidung wird nun in Frage gestellt.

Infantino fordert Rückkehr russischer Teams
Gianni Infantino hat klar Stellung bezogen und erklärt, dass die Fifa russischen Teams die Rückkehr zu internationalen Fußballwettbewerben ermöglichen möchte. „Oh, auf jeden Fall. Das müssen wir. Ja … zumindest auf Jugendebene. Dieses Verbot hat nichts gebracht“, äußerte der Fifa-Präsident in einem Interview mit dem britischen Sender Sky. Die aktuelle Situation würde lediglich zu einer Zunahme von Spannungen führen, so Infantino weiter.
Hintergrund des Ausschlusses
Die Fifa und die UEFA hatten russische Mannschaften aus internationalen Wettbewerben ausgeschlossen, um die Integrität des Sports zu wahren. Dieser Schritt war jedoch nicht als direkte Reaktion auf den militärischen Übergriff auf die Ukraine gedacht. Trotz des Ausschlusses sind die russischen Männer- und Frauen-Nationalmannschaften weiterhin aktiv und stehen in der Fifa-Weltrangliste auf den Plätzen 36 und 28.
Ceferin hinterfragt die Isolation
Auch UEFA-Präsident Aleksander Ceferin hat sich kritisch zu dem Ausschluss russischer Jugendteams geäußert. Er betonte, dass die Isolation junger Spieler vermieden werden müsse, um deren Integration in die internationale Fußballgemeinschaft zu fördern. Diese Perspektive könnte einen Wandel in der Haltung gegenüber russischen Teams in den kommenden Monaten bedeuten.