Deniz Undav hält den WM-Traum am Leben und führt den VfB Stuttgart mit einem starken Auftritt ins Halbfinale des DFB-Pokals. Beim 3:0-Erfolg des Titelverteidigers bei Holstein Kiel glänzt der Angreifer mit einem Treffer und einer Vorlage. Mit nun 22 Scorer-Punkten seit Anfang November reiht sich Undav statistisch in eine Kategorie mit internationalen Topstars ein. Nur Kylian Mbappé liegt in Europas Topligen in diesem Zeitraum vor dem Stuttgarter. Gleichzeitig nutzt der 29-Jährige die Pokal-Bühne, um sich eindrucksvoll für einen Kaderplatz bei der WM zu empfehlen.

Inhaltsverzeichnis
Undav überragt beim 3:0 in Kiel und sammelt Scorer-Punkte
Beim souveränen 3:0 (0:0) des VfB Stuttgart im Viertelfinale des DFB-Pokals bei Zweitligist Holstein Kiel ragt Deniz Undav als Matchwinner heraus. Der Angreifer steuert einen Treffer und eine Vorlage zum verdienten Auswärtssieg des Titelverteidigers bei und prägt den Spielverlauf im zweiten Durchgang maßgeblich. Die Kugel läuft immer wieder über den wuchtigen Strafraumstürmer, der sich variabel anbietet, Lücken reißt und eiskalt vor dem gegnerischen Gehäuse bleibt.
Mit seiner Gier nach Torbeteiligungen bleibt Undav der zentrale Fixpunkt in der Offensive der Schwaben. In dieser Saison bringt er es über alle Wettbewerbe – Bundesliga, DFB-Pokal und Europapokal – bereits auf 15 Pflichtspieltreffer. Auch in Kiel zeigt er, warum der VfB als Champions-League-Anwärter gilt, und warum er selbst zu den formstärksten Angreifern der Liga zählt.
Statistik auf Top-Niveau: Undav fast auf Augenhöhe mit Mbappé
Besonders beeindruckend: Seit Anfang November sammelt Deniz Undav wie am Fließband Scorer-Punkte. Mit nun 22 Torbeteiligungen in den fünf besten europäischen Ligen rangiert er in dieser Zeitspanne unmittelbar hinter Superstar Kylian Mbappé, der auf 23 kommt. Damit bewegt sich der Stuttgarter in einer statistischen Kategorie, die sonst nur Ausnahmefußballern vorbehalten ist.
Als Sky ihn nach dem Spiel mit dieser Zahl konfrontiert, reagiert Undav gewohnt humorvoll. „Sieht überragend aus, mach mal einen Screenshot“, sagt der 29-Jährige schmunzelnd. Gleichzeitig bleibt er geerdet und ordnet den Vergleich mit dem französischen Weltstar ein. Über Mbappé spricht er mit großem Respekt: „Wir reden über einen der besten Spieler auf der Welt.“ Für sich selbst formuliert er ein klares Motto: Er wolle einfach nur so weitermachen und seine Leistungen bestätigen.
WM-Traum als Antrieb: Undav empfiehlt sich für Nagelsmann
In der WM-Qualifikation spielt Deniz Undav für die deutsche Nationalmannschaft bislang keine Rolle, obwohl der VfB-Stürmer bereits sechsmal das DFB-Trikot getragen hat. Nun liefert er Spiel für Spiel Argumente, die Bundestrainer Julian Nagelsmann vor der Turniernominierung zum Umdenken bewegen könnten. Mit seinen konstant starken Auftritten erhöht er den Druck im Kampf um die Sturmplätze und präsentiert sich als klassischer Knipser mit internationaler Effizienz.
Auf eine mögliche WM-Teilnahme angesprochen, macht Undav seine Ambitionen unmissverständlich klar: „Das ist das Ziel. Ich gebe mein Bestes.“ Ihm komme entgegen, dass er sich mit Stuttgart gleich in drei Wettbewerben zeigen könne – in der Liga, im Pokal und im Europapokal. Sein Rezept formuliert er simpel, aber deutlich: „Einfach Gas geben, Spaß haben und dann hoffentlich bei der WM dabei sein.“ Jede Torbeteiligung, jedes starke Spiel im VfB-Trikot nährt den Traum von der großen Bühne im Sommer.
VfB-Erfolgsserie als Bühne für Undavs Formhoch
Der Lauf von Deniz Undav fällt in eine starke Phase des gesamten VfB Stuttgart. Die Schwaben absolvieren im neuen Jahr bereits acht Pflichtspiele und holen dabei sechs Siege, ein Remis und kassieren nur eine Niederlage – ausgerechnet im Europapokal bei der AS Rom, als Undav einige gute Möglichkeiten ungenutzt lässt. Insgesamt präsentiert sich der Klub aus Bad Cannstatt als eingespielte Einheit, in der der Mittelstürmer eine Schlüsselrolle einnimmt.
Schon am Samstag (15.30 Uhr/Sky) wartet mit dem Auswärtsspiel beim FC St. Pauli die nächste Aufgabe im Norden. Ein Kurz-Trainingslager planen die Verantwortlichen trotz der intensiven Reise nicht ein: Noch in der Nacht nach dem Pokalauftritt in Kiel kehrt die Mannschaft per Flugzeug nach Stuttgart zurück, um sich am Neckar auf den Liga-Alltag vorzubereiten. Sportvorstand Fabian Wohlgemuth, der in Kiel an seine frühere Wirkungsstätte zurückkehrt, hatte im Vorfeld ein kompliziertes Pokalduell erwartet. Nach dem 3:0 räumt er ein, dass das Ergebnis „ein bis anderthalb Tore zu hoch“ ausgefallen sei, betont aber zugleich, dass der Halbfinaleinzug verdient ist – auch, weil Deniz Undav einmal mehr den Unterschied macht.