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DFB-Team: Ghanas Königsdörffer, Köhn und Pfeiffer spielten einst für Deutschland
Das heutige Fußball WM 2026 Testspiel Deutschland gegen Ghana in Stuttgart wird für drei Afrikaner zu einem Wiedersehen mit dem deutschen Fußball. Ransford Königsdörffer (HSV), Derrick Köhn (Union) und Patric Pfeiffer (Darmstadt) tragen mittlerweile das ghanaische WM 2026 Trikot, besitzen aber alle eine DFB-Vergangenheit in Jugend- oder Juniorenteams. Besonders Königsdörffer und Köhn stehen aktuell im Fokus: Der eine kämpft um ein WM-Ticket, der andere wechselte erst vor Kurzem endgültig zur Auswahl Ghanas. Das Spiel am Montagabend (20.45 Uhr) bietet damit personelle Brisanz und direkte Duelle mit aktuellen DFB-Akteuren.

Spielplan der WM Gruppe L
Tabelle der WM Gruppe L
DFB-Vergangenheit des Ghana-Trios
Alle drei Spieler – Ransford Königsdörffer, Derrick Köhn und Patric Pfeiffer – haben früher für deutsche Auswahlmannschaften gespielt. Königsdörffer bestritt Partien für die deutsche U20- und U21-Nationalmannschaft, Köhn lief einmal für die U19 auf. Pfeiffer kommt auf insgesamt vier Einsätze für die U18- und die U19-Nationalmannschaft des DFB. Damit zeigt sich, wie eng Jugendförderung in Deutschland mit internationalen Karrieren gekoppelt sein kann.

Ransford Königsdörffer: Berliner Wurzeln, HSV-Profi und Ghana-Option
Der in Berlin geborene Königsdörffer erhielt seine Ausbildung bei Hertha BSC und spielt aktuell für den HSV. Seit September 2022 läuft er für Ghana auf und kommt für die Black Stars bereits zu sieben Länderspielen. Zuvor erzielte er für die deutschen U20-/U21-Auswahlen ein Tor und spielte etwa an der Seite von Angelo Stiller und Malick Thiaw.
Nachnominiert ins ghanaische Aufgebot wurde Königsdörffer, nachdem Iñaki Williams und Brandon Thomas‑Asante ausgefallen waren. Nationaltrainer Otto Addo betonte auf der Pressekonferenz vor dem Deutschland-Spiel: „Die Entwicklung geht in die richtige Richtung, denn er hat in der Rückserie auch ein paar Tore geschossen. Der WM‑Zug ist für ihn auf gar keinen Fall abgefahren.“ Damit bleibt Königsdörffer ein Kandidat im engen Konkurrenzkampf um einen Platz im WM-Kader.
Derrick Köhn: Hamburger Weg und schnelle Entscheidung für Ghana
Derrick Köhn, Linksverteidiger von Union Berlin, stammt aus Hamburg und durchlief die Ausbildung beim HSV. Er debütierte im vergangenen November für Ghana und bestritt am Freitag sein zweites Länderspiel.
Damit hat Köhn inzwischen mehr Einsätze für Ghana als für deutsche Auswahlteams, für die er einmal in der U19 auflief. Auf der DFB‑Webseite nannte er das Erlebnis „ein bisschen surreal“ und hob den Einfluss von Otto Addo hervor: Die Gespräche mit dem ghanaischen Trainer, der ebenfalls aus Hamburg stammt, hätten seine Entscheidung maßgeblich beeinflusst. Köhns Rolle im Team zeigt den Einfluss persönlicher Kontakte und Trainerbeziehungen auf internationale Wechsel.
Patric Pfeiffer: Darmstädter Entwicklung und späte Berufung zu Ghana
Am Montagabend bestreitet die ghanaische Nationalmannschaft das zweite Länderspiel des Jahres in Stuttgart (Anstoß 20.45 Uhr). Für Ghana ist das Spiel mehr als eine Pflichtaufgabe: Die Black Stars verfügen laut Trainer Addo über ein „Überangebot“ im Sturm, weshalb für Königsdörffer und seine Mitspieler ein harter Konkurrenzkampf herrscht. Gleichzeitig bietet das Duell die Chance für direkte Vergleiche – mögliche Gegenspieler aus dem DFB‑Aufgebot sind etwa Angelo Stiller und Malick Thiaw, mit denen Königsdörffer früher zusammengespielt hat. Das Testspiel bietet somit nicht nur taktische Erkenntnisse, sondern auch personelle Entscheidungshilfen vor der WM-Planung.