Nagelsmann enthüllt: Wie geht der 10-Meter der deutschen Nationalmannschaft heute?

Mit dem Testspiel in der Schweiz beginnt heute die Vorbereitung der Nationalmannschaft – und im Mittelpunkt steht eine neue Nagelsmann-Offensividee: der 10‑Meter‑Trick. Heute um 20.45 Uhr (RTL) will das DFB‑Team die Idee erstmals im Länderspielalltag testen, mit Blick auf die Endrunde im Sommer und die WM 2026. Der Chefcoach plant einen Mix aus Formationen, um die Variabilität im Spielaufbau zu erhöhen. Hier die Aufstellung Deutschland heute gegen Schweiz und alle Details zur Taktik und Rollenverteilung.

Nagelsmann enthüllt: Wie geht der 10-Meter der deutschen Nationalmannschaft heute?
Nagelsmann enthüllt: Wie geht der 10-Meter der deutschen Nationalmannschaft heute?

Testspiel in der Schweiz: Vorbereitung beginnt (20.45 Uhr/ RTL)

Mit dem Testspiel in der Schweiz startet heute (20.45 Uhr/ RTL) die Vorbereitung. Es geht darum, sich für die Endrunde im Sommer einzuspielen. Gleichzeitig dient das Duell als praktische Übung für die neue taktische Variante, die Nagelsmann und sein Trainerteam erproben wollen. Hier die deutsche DFB Aufstellung heute.

So könnte Deutschland gegen die Schweiz spielen:

Baumann – Raum, Schlotterbeck, Tah, Kimmich (Kapitän) – Stiller, Goretzka –  Wirtz, Gnabry, Sane – Havertz

Nagelsmanns Ankündigung: Mix statt identisches System

Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) kündigte an: „Wir haben bei der WM-Quali in jedem Spiel eigentlich identisch gespielt. Jetzt wird es einen Mix geben, um die nötige Variabilität zu haben. Von der einen Ordnung auf die andere gibt es genau zwei Positionswechsel – 10 Meter nach vorne.“

Nagelsmann macht damit deutlich, dass das Team flexibler werden soll und das statische Spielsystem der Qualifikation aufgebrochen wird. Diese Änderung zielt auf mehr Anpassungsfähigkeit in der Raumaufteilung und im Spielaufbau ab. Darüber hinaus soll die neue Herangehensweise die Variabilität und die taktische Anpassungsfähigkeit gegenüber unterschiedlichen Gegnern erhöhen.

Taktik-Trick erklärt: Formationswechsel mit Ballbesitz

Während im gegnerischen Ballbesitz klassisch 4-2-3-1 gespielt wird, wechselt das System mit Ball auf ein sehr variables 3-4-1 oder sogar 3-2-3-2. Die Idee ist, in Ballbesitz die Ordnung zu verändern, um Überzahl- und Raumvorteile zu erzeugen. Dadurch soll das Team taktisch schwerer ausrechenbar werden und variabler im Spielaufbau agieren. Die Formation dient dazu, durch Positionswechsel und veränderte Staffelungen bessere Passwinkel und direkte Durchbrüche zu schaffen.

Rollenverteilung: Kimmich, Goretzka und die Offensiven

Kimmich schiebt sich von der Rechtsverteidiger-Position 10 Meter vor, macht als Sechser den Spielaufbau. Goretzka schiebt ebenfalls 10 Meter vor auf die Zehner-Position. Gerade er spielt dabei als defensivstarkes aber auch torgefährliches Bindeglied in der Mitte eine entscheidende Rolle – ein Grund, warum er bei Nagelsmann gesetzt ist, obwohl er bei Bayern oft nur auf der Bank sitzt.

Offensive Optionen und Flexibilität

Vorne können dadurch abwechselnd und flexibel die Offensiven wie Wirtz, Sané, Gnabry oder der aktuell noch fehlende Musiala als zweiter Stürmer in die Spitze stoßen. Das DFB-Team wird deutlich offensiver, ist flexibler und schwerer auszurechnen. Gleichzeitig verlangt dieses System von den Außenverteidigern und Halbpositionen eine hohe Läuferleistung und taktische Disziplin, um die Balance zwischen Offensive und Defensive zu halten.

Kimmich erklärt den 10-Meter-Trick

Kimmich erklärt den 10-Meter-Trick so: „Da geht es Julian viel um den Spielaufbau, dass man den variabler gestalten kann, je nachdem, wie die Positionierung des einen oder anderen ist. Ich weiß nicht, ob ich da so sehr ins Detail gehen soll. Ich hoffe, dass man das dann in den Spielen erkennt.“

Am besten schon heute! Kimmich gibt aber zu, dass es so einfach dann doch nicht ist: „Wenn ich es jetzt meiner Mutter erkläre, die wird sich sicher ein bisschen schwerer tun…“ Diese Erläuterungen verdeutlichen, dass es um nuancierte Positionswechsel und situative Anpassungen im Ballbesitz geht.

Nagelsmanns Fokus: Einspielen und offensiver Ballbesitz

Nagelsmann machte gestern klar, wo sein Fokus in den beiden Länderspielen liegt: „Ein-spielen!“ Das DFB-Team will mit Ball maximal offensiv sein, ohne dabei – wie oft in der Vergangenheit – hinten zu offen zu sein. Nagelsmann betont die Bedeutung des Einspielens, um die neuen Abläufe, das Pressingverhalten und die Rollenverteilung zu verinnerlichen.

Der geplante 10‑Meter‑Trick soll helfen, im Ballbesitz variabler und torgefährlicher zu agieren, dabei jedoch defensive Absicherungen beizubehalten. Der entscheidende Trick für den WM-Titel!