Showdown zur WM 2026: Play-offs entscheiden diese Woche über letzte Startplätze

Die WM-Play-offs entscheiden in den kommenden Tagen, am 26. und 31. März 2026, über die letzten sechs Startplätze für die Fußball-Weltmeisterschaft 2026. In Europa kämpfen 16 Teams in vier Pfaden um vier Tickets, parallel finden in Mexiko interkontinentale Play-offs mit sechs Mannschaften statt. Spielmodus, Zeitplan und Heimrecht folgen klaren Regeln: Einzeln ausgespielte Halbfinals und Finals, bei Unentschieden Verlängerung und Elfmeterschießen. Zudem beeinflusst der seit Ende Februar andauernde Iran-Krieg unmittelbar die Anreise des irakischen Teams und damit den Ablauf in Monterrey.

Fußball WM 2026 in den USA, Mexiko & Kanada
Fußball WM 2026 in den USA, Mexiko & Kanada

 

Modus der UEFA-Play-offs

Die UEFA-Play-offs sind in vier Pfade (A–D) unterteilt, in jedem Pfad treffen jeweils vier Mannschaften in einem Halbfinale und anschließendem Finale aufeinander. Es wird jeweils nur ein Spiel pro Duell ausgetragen; steht es nach 90 Minuten unentschieden, folgen Verlängerung und gegebenenfalls das Elfmeterschießen. Das Heimrecht erhält das Team mit der besseren Bilanz aus der Qualifikation; für die Finals war das Heimrecht bereits im November ausgelost worden.

Insgesamt sind in Europa noch vier der 16 WM-Startplätze offen, die zwölf Gruppensieger der Qualifikation (darunter Deutschland) haben ihr Ticket bereits sicher. Die Pfade und Begegnungen lauten:

Pfad A: Wales – Bosnien-Herzegowina/Italien – Nordirland (kommt in Gruppe B zu Co-Gastgeber Kanada)
Pfad B: Ukraine – Schweden/Polen – Albanien (kommt in Gruppe F zu den Niederlanden)
Pfad C: Slowakei – Kosovo/Türkei – Rumänien (kommt in Gruppe D zu Co-Gastgeber USA)
Pfad D: Tschechien – Irland/Dänemark – Nordmazedonien (kommt in Gruppe A zu Co-Gastgeber Mexiko)

Jeder Sieger eines Pfads fährt direkt zur WM.

WM 2026 Playoff Spiele der Qualifikation - Europa & International
WM 2026 Playoff Spiele der Qualifikation – Europa & International

Interkontinentale Play-offs in Mexiko: Modus und Paarungen

In Mexiko laufen die interkontinentalen Play-offs konzentriert in den Stadien von Guadalajara (Estadio Akron) und Monterrey (Estadio BBVA) ab. Sechs Teams aus anderen Verbänden spielen in zwei Pfaden um zwei WM-Tickets; in jedem Pfad gibt es nur ein Halbfinale, weil die je zwei in der Weltrangliste bestplatzierten Teams der sechs bereits automatisch für das Endspiel gesetzt sind. Das Turnierformat reduziert damit die Anzahl der Spiele, erhöht aber gleichzeitig den Druck auf das eine Duell, das vor einem Endspiel entscheidet.

Die angesetzten Begegnungen lauten:

Pfad A (Guadalajara): Neukaledonien – Jamaika/Kongo (kommt in Gruppe K zu Portugal)
Pfad B (Monterrey): Bolivien – Suriname/Irak (kommt in Gruppe I zu Frankreich)

Welche Nationalmannschaften können sich aus den interkontinentalen Playoffs qualifizieren?
Welche Nationalmannschaften können sich aus den interkontinentalen Playoffs qualifizieren?

Guadalajara: Außenseiter und Favoriten

In Guadalajara wäre für Neukaledonien eine Qualifikation eine historische Sensation; die Mannschaft reist als Außenseiter an und trifft auf Jamaika oder die DR Kongo. Jamaika bringt mit Akteuren wie Leon Bailey internationale Erfahrung mit, während DR Kongo auf Europa-gestählte Spieler setzt. In einem so kurzen Turnier entscheidet Tagesform und Chancenverwertung über den Aufstieg, das Spielgerät und die Standardsituationen können den Ausschlag geben.

Monterrey: Iran-Krieg beeinflusst die Anreise des Irak

Die Vorbereitung des Irak wurde durch den seit dem 28. Februar andauernden Iran-Krieg massiv beeinträchtigt. Nach Luftraumschließungen saß ein Großteil des Teams in Bagdad fest, was die Anreise zu den WM-Playoffs erschwerte. Eine Spielverlegung lehnte die FIFA ab, stattdessen organisiert der Weltverband einen Privatjet für die Reise nach Monterrey. Für den Irak geht es um viel: Die erste WM-Teilnahme seit 1986.

Wer überträgt die WM 2026 Play-offs?

Für Fans sind die Entscheidungsrunden über die gewohnten Kanäle verfolgbar: DAZN überträgt die Spiele. Die Play-offs bieten damit neben dem reinen Qualifikationsdruck auch mediale Sichtbarkeit, während das sportliche Prozedere mit Heimrecht, Verlängerung und Elfmeterschießen das Regelwerk klar vorgibt.

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