USA und Nike haben die Trikots für die WM 2026 vorgestellt. Das Heimtrikot orientiert sich klar an der US-Flagge und zeigt wellenförmige, rot-weiße Streifen; das Auswärtstrikot kommt in dunklem „Obsidian“ mit dezent reflektierenden, metallischen Sternen. Beide Sets entstanden in enger Abstimmung mit Spielern, die nach den 2022er-Designs mehr Mitsprache forderten. Die neuen Jerseys debütieren in den Freundschaftsspielen gegen Belgien und Portugal Ende März und sollen zugleich eine wiedererkennbare Identität für die USMNT formen. Bei der WM trifft die USA in Gruppe D auf Paraguay, Australien und Rumänien, Kosovo, Slowakei, oder Türkei.

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Heimtrikot: Wellenförmige Flaggenstreifen statt Retro
Das neue Heimtrikot setzt bewusst auf eine starke, unmittelbare Bildsprache: rot-weiße, horizontal verlaufende Streifen in wellenförmiger Ausführung, die laut Nike-Designern die „Bewegung der Flagge“ symbolisieren sollen. Verantwortliche von U.S. Soccer betonen, dass man bewusst kein reines Retro-Design wollten — die Referenz an die „Waldos“ von 2012 sei zwar präsent, aber nicht die Vorlage. Stattdessen suchten Designer und Händler nach einer modernen Interpretation, die auf den Rängen und im Stadion sofort ins Auge fällt. Bei Präsentationen erklärten die Gestalter, die Wellenbewegung solle Dynamik und Patriotismus transportieren, ohne in plakative Nostalgie zu verfallen.
Auswärtstrikot: Obsidian mit reflektierenden Sternen
Das Auswärtstrikot erscheint in einem sehr dunklen „Obsidian“-Ton und arbeitet mit silbernen, leicht reflektierenden Sternen, die aus der Distanz kaum sichtbar sind, aber aus der Nähe chromartig schimmern. Spieler bezeichneten dieses Design mehrfach als ihren Favoriten, weil es sowohl auf dem Platz als auch im Alltag funktioniert – ein „lifestyle“-Anspruch, den Nike bewusst verfolgte. Tyler Adams sagte, die Kombination aus dunklem Grundton und glänzenden Sternen wirke „cool“ und gebe dem Trikot eine spezielle Energie; die Sterne springen je nach Blickwinkel und Lichteinfall stärker hervor, wodurch sich der Eindruck des Dresses verändert.

Spielerfeedback und Designprozess
Die neuen Trikots entstanden nach intensiven Gesprächen mit Spielervertretern: Rund ein Dutzend Akteure wurden früh im Prozess befragt, konnten Stoffe und Muster testen und erhielten im vergangenen Juni konkrete Entwürfe zur Begutachtung. Die Rückmeldungen führten unter anderem zu einer Überarbeitung des Auswärtstrikots. Einige Profis hatten 2022 Fotoshootings in den damaligen Trikots boykottiert und forderten ausdrücklich mehr Mitsprache; Tyler Adams sagte, das habe die Diskussion angestoßen: „let’s have a say“. U.S. Soccer-Vertreterinnen wie Maribeth Towers und Alyssa Chargar hoben hervor, dass die Abstimmung mit dem Kader ein zentrales Element war, von der Wahl der Stoffe bis hin zu Details wie der Reflektion der Sterne.
Markenstrategie und sportliche Identität
Nike-Manager erklären, man habe nicht nur ein modisches Set gestalten wollen, sondern langfristig eine erkennbare Identität etablieren. Vergleichbar mit der orangefarbenen Identität der Niederlande oder dem Gelb Brasiliens soll es künftig wiederkehrende Elemente geben — Sterne oder Streifen könnten feste Bestandteile werden. Stuart McArthur und Ronnie Stewart von Nike sprechen von „pure athlete insight“ als Leitlinie: Die Spieler wollten ein Trikot, das auf dem Platz einschüchtert, aber auch im Alltag tragbar ist. Die USMNT wird die neuen Trikots in Freundschaftsspielen gegen Belgien (28. März) und Portugal (31. März) erstmals tragen; Chefcoach Mauricio Pochettino benennt seinen 26-köpfigen WM-Kader Ende Mai.