Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko rückt näher – doch sechs Startplätze sind noch offen. Während sich bereits 42 Nationen für das XXL-Turnier mit 48 Teams qualifiziert haben, kämpfen insgesamt 22 Mannschaften in europäischen und interkontinentalen Playoffs um die letzten Tickets. Ende März fallen die Entscheidungen: Vier Plätze werden in Europa vergeben, zwei weitere über ein internationales Playoff-Turnier. Die Duelle versprechen große Namen, Drucksituationen und mögliche Überraschungen.

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Europas letzter Weg zur WM: Vier Pfade, vier Tickets
In Europa kämpfen 16 Nationalteams in vier separaten K.-o.-Pfaden um die letzten vier WM-Startplätze. Jeder Pfad besteht aus zwei Halbfinals und einem Finale – nur der Sieger qualifiziert sich für das Turnier in Nordamerika. Die Halbfinalspiele finden am 26. März statt, die entscheidenden Finalpartien folgen am 31. März.
Italien, Polen und Co.: Historische Pleiten drohen in Pfad A und B
Besonders im Fokus steht Pfad A. Dort trifft Italien im Halbfinale auf Nordirland, während Wales gegen Bosnien und Herzegowina spielt. Für die Italiener steht enorm viel auf dem Spiel: Der viermalige Weltmeister verpasste bereits die Weltmeisterschaften 2018 und 2022 und will diesmal unbedingt zurück auf die große Bühne.
Auch Pfad B verspricht Spannung. Die Ukraine trifft auf Schweden, während Polen gegen Albanien spielt. Die Polen gelten mit ihrer Erfahrung und individueller Qualität als Favorit, müssen aber zunächst an einem unangenehmen Gegner vorbeikommen.
Türkei, Dänemark und Co.: Offene Rennen starten in Pfad C und D
In Pfad C duellieren sich die Türkei und Rumänien im ersten Halbfinale, während die Slowakei auf Kosovo trifft. Die Türken gehen mit einem jungen, dynamischen Kader ins Rennen und gelten als leichter Favorit in diesem Pfad. Dennoch haben sowohl Rumänien als auch die Slowakei in der Qualifikation gezeigt, dass sie für Überraschungen gut sind.
Pfad D bringt ebenfalls zwei spannende Duelle. Dänemark trifft auf Nordmazedonien, während Tschechien gegen Irland spielt. Besonders die Dänen gehen mit viel Erfahrung und internationaler Klasse in diese Begegnungen und werden in diesem Pfad häufig als Favorit gehandelt.
Interkontinentale Playoffs: Sechs Teams kämpfen um zwei Plätze
Neben den europäischen Entscheidungen werden zwei weitere WM-Tickets in einem interkontinentalen Mini-Turnier vergeben. Sechs Teams aus verschiedenen Kontinenten nehmen teil: Irak, Bolivien, Suriname, Jamaika, Neukaledonien und die Demokratische Republik Kongo.
In den Halbfinals trifft Jamaika zunächst auf Neukaledonien, während Bolivien gegen Suriname spielt. Die beiden Sieger stehen anschließend den gesetzten Teams gegenüber. Der Gewinner aus Jamaika gegen Neukaledonien trifft auf die DR Kongo, während der Sieger aus Bolivien gegen Suriname gegen den Irak antreten muss.
Auch hier entscheidet jeweils ein Spiel über das WM-Ticket – ein klassisches K.-o.-Format, das für zusätzliche Spannung sorgt.
Wer hat die besten Chancen auf die WM?
In Europa gelten mehrere Teams als klare Favoriten. Italien steht aufgrund seiner individuellen Qualität und Erfahrung besonders unter Beobachtung. Auch Polen wird häufig als aussichtsreicher Kandidat genannt, während die Türkei und Dänemark in ihren jeweiligen Pfaden ebenfalls gute Chancen haben.
Im interkontinentalen Playoff sehen viele Experten die DR Kongo und den Irak vorne. Beide Teams sind in der FIFA-Weltrangliste besser positioniert und greifen erst im Finale ein, was ihnen einen strukturellen Vorteil verschafft.
Fest steht: Ende März wird das Teilnehmerfeld der WM 2026 komplett sein. Für sechs Teams geht der Traum von der Weltmeisterschaft weiter – für die anderen endet er wenige Monate vor dem größten Turnier der Fußballgeschichte.