Harry Maguire steht offenbar vor einer erneuten Verurteilung – und damit auch seine Teilnahme an der WM 2026 in Frage. Der englische Nationalspieler war 2020 auf der griechischen Insel Mykonos in einen Zwischenfall verwickelt; nach jahrelangem Rechtsstreit verlor sein Verteidiger nun vor Gericht. Das Urteil sieht eine Haftstrafe auf Bewährung und eine Geldstrafe vor. Maguire muss die Verurteilung bei der Beantragung von Visa für die USA und Mexiko angeben – beides Gastgeberländer der WM – womit seine Chancen auf eine WM-Teilnahme gefährdet sind.

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Gerichtsurteil: Strafe, Berufung und rechtliche Aussichten
Nach Berichten wurde Maguire zu einer Haftstrafe auf Bewährung von 15 Monaten und 20 Tagen sowie zu einer Geldstrafe von 1.500 Euro verurteilt. Ursprünglich hatte ein Gericht eine 21-monatige Haftstrafe auf Bewährung verhängt; nach einer erfolgreichen Berufung war das Urteil zunächst aufgehoben und ein neuer Prozess angesetzt. In dem aktuellen Entscheid blieb Maguire laut Berichterstattung vor Gericht erfolglos. Eine direkte Berufung gegen die Entscheidung sei nicht möglich, seine Anwälte hätten jedoch die Möglichkeit, rechtliche Fragen vor einem höheren Gericht zu klären.
Der Vorfall auf Mykonos 2020
Der zugrundeliegende Vorfall ereignete sich 2020: Maguire war demnach mit seiner Frau, seiner Schwester, seinem Bruder und weiteren Personen unterwegs, als es beim Warten auf ein Taxi zu einer Auseinandersetzung kam. Nach Darstellung des Spielers näherten sich zwei Männer seiner Schwester, die plötzlich das Bewusstsein verloren habe; Maguire habe die Männer angeschrien, einen Kampf bestreitet er. Später sollen drei Männer – offenbar Undercover-Polizisten – das Taxi umzingelt und die Gruppe zum Aussteigen gezwungen haben. Maguire erklärte, er habe nicht gewusst, dass es sich um Beamte handelte, habe um eine mögliche Entführung gefürchtet und sei in der Folge in der Konfrontation und bei dem Versuch zu fliehen in eine Situation geraten, aus der die Anklagen wegen Widerstands gegen die Festnahme und Körperverletzung entstanden.
Verfahrensbedingungen und Vorwürfe
Dem Bericht zufolge verblieb Maguire nach dem Vorfall zwei Tage in einer Zelle und wurde dann vor Gericht gebracht; seine Verteidiger hätten nur rund zwei Stunden Zeit zur Prozessvorbereitung erhalten. Maguire gab an, niemanden geschlagen zu haben. Einer der Männer soll ihn demnach gegen die Beine getreten und gerufen haben: „Kein Fußball mehr – du wirst nie wieder spielen.“ Aus dieser Lage entstanden die Anklagen, die nun nach Jahren des Rechtsstreits erneut bewertet wurden.
Folgen für die WM-Teilnahme: Visapflicht für USA und Mexiko
Für Maguire hat das Urteil unmittelbare sportliche Konsequenzen: Berichten zufolge muss er die Verurteilung bei Visumanträgen für die USA und Mexiko angeben. Beide Länder gehören zu den Gastgebern der WM 2026, sodass die Einreisebestimmungen und Visavorgaben seine Teilnahme am Turnier gefährden könnten. Gleichzeitig bleibt offen, ob zuständige Behörden oder die englische Nationalmannschaft in der Folge Maßnahmen ergreifen; bisher liegen dazu keine weiteren Fakten aus den Quellen vor.